25.08.2005 · Aus der Luft versorgt die Armee eingeschlossene Touristen in Tirol. In Tschechien beginnen bereits die Aufräumarbeiten, in Österreich und Rumänien hat sich die Zahl der Todesopfer weiter erhöht.
Tausende Touristen sind in Tirol vom Hochwasser eingeschlossen. Rund 5.000 Urlauber, die in Paznaun im Westen des Landes festsitzen, werden von einer Luftbrücke mit Lebensmitteln und Medikamenten versorgt. 14 Hubschrauber fliegen das vom Hochwasser betroffene Gebiet von Innsbruck aus an, etwa tausend Soldaten sind im Einsatz, teilt ein österreichischer Armeesprecher mit. Unterdessen hat sich die Zahl der Todesopfer in Österreich auf nun vier erhöht. Ein 81 Jahre alter Mann war bei Schruns im Vorarlberg mit seinem Auto in einen Bergbach gerutscht und ertrunken.
Weitere Todesopfer in Rumänien
In Rumänien kamen in den vergangenen drei Tagen 13 Menschen durch das Hochwasser ums Leben. Drei weitere Menschen wurden nach Angaben von Innenminister Vasile Blaga an diesem Donnerstag vermißt. Die Zahl der Todesopfer könne von Stunde zu Stunde steigen, sagte Blaga. Insgesamt ertranken seit dem 14. August 31 Menschen, seit Beginn des Jahres insgesamt 66. Bei den meisten Opfern handelt es sich um ältere Menschen, die ihr Hab und Gut vor den Wassermassen retten wollten. Knapp 10.000 Soldaten und Polizisten waren im Einsatz. Landesweit brachten die Einsatzkräfte binnen zwei Wochen fast 2.000 Menschen in Sicherheit , 400 Häuser wurden von den Fluten völlig zerstört. Die Regierung in Bukarest gab 370.000 Euro aus einem Katastrophenfond frei.
In Tschechien beginnen die Aufräumarbeiten
Im Nordosten Tschechiens beruhigte sich die Lage nach den heftigen Regenfällen vom Mittwoch wieder. In mehreren Ortschaften begannen bereits die Aufräumarbeiten. Nach Angaben eines Feuerwehrsprechers unterstützt ein Militärhubschrauber die Rettungsarbeiten. Am Mittwoch waren etwa 200 Menschen in Sicherheit gebracht worden. Mehrere Dutzend davon konnten an diesem Donnerstag bereits wieder in ihre Häuser zurückkehren.