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Flutkatastrophe Habseligkeiten von Tsunami-Opfern auf BKA-Internetseite

11.04.2005 ·  383 deutsche Tsunami-Opfer sind inzwischen identifiziert worden, 188 werden noch vermißt. Die Suche geht weiter. Auf seiner Internetseite zeigt das BKA Fotos von Gegenständen der Vermißten und hofft auf entscheidende Hinweise.

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Das Bundeskriminalamt (BKA) hat auf seiner Internetseite Fotos von Fundstücken aus der Flutregion in Südasien veröffentlicht. Wie die Behörde am Montag in Wiesbaden mitteilte, handelt es sich dabei um Koffer, Kleidungsstücke und andere persönliche Gegenstände, die bislang nicht zugeordnet werden konnten. Die Experten erhoffen sich davon Hinweise zu den Deutschen, die seit der Flutwellenkatastrophe im Dezember nach wie vor als vermißt gelten. Es gehe aber auch darum, die Fundstücke wieder ihren Eigentümern zuzuordnen. Die Bilder werden täglich aktualisiert.

Auf der Internetseite www.bka.de wurden zunächst mehr als 40 Fotos unter anderem von Schlüsseln, Schuhen, Reisetaschen und anderen Alltagsgegenständen sowie rund 20 Fotografien von Personen veröffentlicht. Nach Angaben einer BKA-Sprecherin können die abgebildeten Gegenstände nicht mit letzter Sicherheit Deutschen zugeordnet werden, da entscheidende Hinweise wie etwa Kofferanhänger fehlten. Die Fundstücke seien in der Flutregion in Südasien zum Teil an den Flughäfen gesammelt, von den Reiseunternehmen zusammengeführt oder beim Generalkonsulat abgegeben worden. Wer Gegenstände als sein Eigentum erkennt oder Angaben zum Eigentümer machen kann, soll sich beim BKA unter der E-Mail-Adresse hinweis@bka.de melden.

Zentrale Sammelstelle in Wiesbaden

Das BKA hat für Fundstücke aus dem Katastrophengebiet nach eigenen Angaben seit Anfang Januar eine zentrale Sammelstelle in Wiesbaden eingerichtet. Nach wie vor treffen dort Gegenstände aus Thailand ein. In der Sammelstelle werden die Fundstücke überprüft, ausgewertet und zentral erfaßt mit dem Ziel, die Besitzer festzustellen. Bisher wurden identifizierte Gegenstände von 723 Personen an die zuständigen Landeskriminalämter übergeben.

Nach der verheerenden Flutwellenkatastrophe vom Dezember sind bislang 383 deutsche Todesopfer identifiziert. Wie ein Sprecher des Auswärtigen Amtes am Montag in Berlin sagte, gelten zudem noch 188 Bundesbürger als polizeilich vermißt.

Quelle: FAZ.NET mit Material von AFP
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