Bitte melden Sie sich an.
Sachbuch
Angst macht dumm, Angst lässt uns an Entbehrungen zugrunde gehen: Daniel Pennacs „Schulkummer“ gewinnt man als Krisenhelfer lieb. Es ist ein Buch gegen Ohnmachtsgefühle, ein schon aufreizend antipsychologisches Meisterwerk. Mehr Von Christian Geyer 1
Im Jahr des zweihundertsten Geburtstages schreiben zwei deutsche Historiker über das Leben Abraham Lincolns. Dieses Urbild des selbstgemachten Mannes verdankt sich seiner Herkunftsgeschichte im Grenzland. Mehr Von Patrick Bahners 0
Was den Deutschen nicht alles zum Mythos wurde: Herfried Münkler schreibt sich fleißig von Teutoburg über Faust und Lorelei bis in die Gegenwart. Dabei entwickelt er mit wahrem Übereifer eine risikolose und thesenarme Ideengeschichte. Mehr Von Nils Minkmar 0
Sie waren überzeugte Kopernikaner und entscheidende Figuren auf dem Weg von der alten Astronomie und Naturphilosophie zur modernen Physik: Johannes Kepler und Galileo Galilei. Thomas de Padova hat ihnen ein exzellentes Doppelporträt gewidmet. Mehr Von Helmut Mayer 0
Rückblick auf eine schillernde Welt: A. J. Lieblings Reportagen feiern den Boxsport und verlieren dabei auch das Publikum nicht aus den Augen. Seine Beschreibungen zeigen etwas, das selbst die langstamste Zeitlupe nicht schafft. Mehr Von Tobias Rüther 0
Die Sexualität hat eine Geschichte wie die Kreuzzüge oder das Königreich Böhmen: Alexander Ballhaus fragt, wie es die Leute im Mittelalter taten. Seine Schlüssellochperspektive voyeuristischer Geschichtsschreibung bleibt leider erkenntnislos. Mehr Von Dirk Schümer 0
Verdacht ist gut, aber Fakten braucht es auch: Marie-Monique Robin weiß von Beginn an, dass der Agrarkonzern Monsanto ein gentechnischer Bösewicht ist. Statt investigativer Recherche liefert sie ein gesinnungsethisch instrumentiertes Firmenportrait. Mehr Von Joachim Müller-Jung 0
Was bleibt, ist ein Wink zur Transzendenz: Jean-Luc Nancy fordert einen religiösen Minimalismus. Seine Metaphysik der Negativität ist die entscheidende Voraussetzung für seinen sachten Entzug der Theologie. Mehr Von Lorenz Jäger 1
Zwei Frauen und zwei Gesichter Italiens: Nach seinem Buch über die Camorra beschreibt Roberto Saviano eine Gesellschaft, durch die ein Riss geht. In seinen Prosatexten spricht er aus, was sich fast niemand zu sagen traut. Mehr Von Andreas Rossmann 0
Anmerkungen zur Tyrannei der Tugend: Zwei Bücher widmen sich Johannes Calvin, der der Reformation in Genf ihre fanatische Ausformung gab. Sein Einfluss ist im Gestus missionarischer Weltverbesserung heute noch in der Schweiz präsent. Mehr Von Jürg Altwegg 0
Sollte van Gogh ein Melancholiker gewesen sein? Eric G. Wilson übertreibt es ein wenig bei seinem Feldzug gegen das Glück der Ratgeberliteratur. Schließlich geht nicht alle Kreativität auf das Konto von Unglück und Depression. Mehr Von Ernst Horst 0
Keine Angst vor dem Global Village: Ein Panorama europäischen Städtebaus zeigt, dass die überzeugendsten Lösungen historischen Vorgaben folgen. In Europas Städten baute man immer mit dem Blick auf die anderen. Das Resultat ist jedoch kein Gleich in Gleich stilistischer Kopiervorgänge. Mehr Von Dieter Bartetzko 1
Ein europäischer Staatsmann von Format, der Frankreich einigte und die Habsburger das Fürchten lehrte: Uwe Schultz erzählt das Leben Richelieus und schließt eine große Lücke in der deutschen Biographistik. Dabei paart sich anschauliches Erzählen mit sprachlichen Schnitzern. Mehr Von Andreas Kilb 0
Identität macht nur im Plural Sinn: Navid Kermani warnt davor, Migranten auf ihren Glauben zu reduzieren und damit die realen Integrationsprobleme ganz aus den Augen zu verlieren. Mehr Von Karen Krüger 1
Wurzelt denn alles im Kreditwesen? Niall Ferguson nimmt es in seiner farbigen Weltfinanzgeschichte mit den Erklärungen nicht allzu genau. Seiner These vom Aufstieg des Geldes traut er selber nicht so recht. Mehr Von Jürgen Kaube 0