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Aktuelle Nachrichten online - FAZ.NET

F.A.Z.-Frühjahrsbücher 2009

Zwei Bücher über Abraham Lincoln Wenn unsereins studiert, hat das Volk was davon

Im Jahr des zweihundertsten Geburtstages schreiben zwei deutsche Historiker über das Leben Abraham Lincolns. Dieses Urbild des selbstgemachten Mannes verdankt sich seiner Herkunftsgeschichte im Grenzland. Mehr Von Patrick Bahners

Herfried Münkler: Die Deutschen und ihre Mythen Gemütliche Theorie

Was den Deutschen nicht alles zum Mythos wurde: Herfried Münkler schreibt sich fleißig von Teutoburg über Faust und Lorelei bis in die Gegenwart. Dabei entwickelt er mit wahrem Übereifer eine risikolose und thesenarme Ideengeschichte. Mehr Von Nils Minkmar

Thomas de Padova: Das Weltgeheimnis Die Ordnung der Himmel

Sie waren überzeugte Kopernikaner und entscheidende Figuren auf dem Weg von der alten Astronomie und Naturphilosophie zur modernen Physik: Johannes Kepler und Galileo Galilei. Thomas de Padova hat ihnen ein exzellentes Doppelporträt gewidmet. Mehr Von Helmut Mayer

A. J. Liebling: Die artige Kunst Zermürbung, rundenweise

Rückblick auf eine schillernde Welt: A. J. Lieblings Reportagen feiern den Boxsport und verlieren dabei auch das Publikum nicht aus den Augen. Seine Beschreibungen zeigen etwas, das selbst die langstamste Zeitlupe nicht schafft. Mehr Von Tobias Rüther

Preis der Leipziger Buchmesse Mit der Geschwindigkeit des Frühjahrs

Es ist ein Höhepunkt im Messeprogramm: Am Donnerstagabend werden die Träger des Preises der Leipziger Buchmesse bekanntgegeben. In der Kategorie Belletristik sind sechs Autoren nominiert, deren Bücher zu den meistdiskutierten des Frühjahrs zählen. Die F.A.Z.-Kritiken in der Übersicht. Mehr

Daniel Pennac: „Schulkummer“ Nur im Krebsgang lebt sich’s gut

Angst macht dumm, Angst lässt uns an Entbehrungen zugrunde gehen: Daniel Pennacs „Schulkummer“ gewinnt man als Krisenhelfer lieb. Es ist ein Buch gegen Ohnmachtsgefühle, ein schon aufreizend antipsychologisches Meisterwerk. Mehr Von Christian Geyer 1

Mehr F.A.Z.-Frühjahrsbücher 2009
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Alexander Ballhaus: Liebe und Sex im Mittelalter Und ewig lockt die Triebabfuhr

Die Sexualität hat eine Geschichte wie die Kreuzzüge oder das Königreich Böhmen: Alexander Ballhaus fragt, wie es die Leute im Mittelalter taten. Seine Schlüssellochperspektive voyeuristischer Geschichtsschreibung bleibt leider erkenntnislos. Mehr Von Dirk Schümer

Marie-Monique Robin: Mit Gift und Genen Hauptsache, wir haben mal darüber geredet

Verdacht ist gut, aber Fakten braucht es auch: Marie-Monique Robin weiß von Beginn an, dass der Agrarkonzern Monsanto ein gentechnischer Bösewicht ist. Statt investigativer Recherche liefert sie ein gesinnungsethisch instrumentiertes Firmenportrait. Mehr Von Joachim Müller-Jung

Jean-Luc Nancy: Dekonstruktion des Christentums Vom sachten Entzug der Theologie

Was bleibt, ist ein Wink zur Transzendenz: Jean-Luc Nancy fordert einen religiösen Minimalismus. Seine Metaphysik der Negativität ist die entscheidende Voraussetzung für seinen sachten Entzug der Theologie. Mehr Von Lorenz Jäger 1

Roberto Saviano: Das Gegenteil von Tod Notizen aus der Geiselhaft

Zwei Frauen und zwei Gesichter Italiens: Nach seinem Buch über die Camorra beschreibt Roberto Saviano eine Gesellschaft, durch die ein Riss geht. In seinen Prosatexten spricht er aus, was sich fast niemand zu sagen traut. Mehr Von Andreas Rossmann

Volker Reinhardt und Klaas Huizing über Calvin Eine totalitäre Veranstaltung

Anmerkungen zur Tyrannei der Tugend: Zwei Bücher widmen sich Johannes Calvin, der der Reformation in Genf ihre fanatische Ausformung gab. Sein Einfluss ist im Gestus missionarischer Weltverbesserung heute noch in der Schweiz präsent. Mehr Von Jürg Altwegg

Eric G. Wilson: Unglücklich glücklich Das Herz hat seine Turbulenzen

Sollte van Gogh ein Melancholiker gewesen sein? Eric G. Wilson übertreibt es ein wenig bei seinem Feldzug gegen das Glück der Ratgeberliteratur. Schließlich geht nicht alle Kreativität auf das Konto von Unglück und Depression. Mehr Von Ernst Horst

Die europäische Stadt im 21. Jahrhundert Wie Urbanisierung in Zukunft aussieht

Keine Angst vor dem Global Village: Ein Panorama europäischen Städtebaus zeigt, dass die überzeugendsten Lösungen historischen Vorgaben folgen. In Europas Städten baute man immer mit dem Blick auf die anderen. Das Resultat ist jedoch kein Gleich in Gleich stilistischer Kopiervorgänge. Mehr Von Dieter Bartetzko 1

Uwe Schultz: Richelieu In der Not kam der Kardinal auch durch die Seitentür

Ein europäischer Staatsmann von Format, der Frankreich einigte und die Habsburger das Fürchten lehrte: Uwe Schultz erzählt das Leben Richelieus und schließt eine große Lücke in der deutschen Biographistik. Dabei paart sich anschauliches Erzählen mit sprachlichen Schnitzern. Mehr Von Andreas Kilb

Navid Kermani: „Wer ist Wir?“ Deutschland und seine Muslime Ich ist viele, ich ist auch Muslim

Identität macht nur im Plural Sinn: Navid Kermani warnt davor, Migranten auf ihren Glauben zu reduzieren und damit die realen Integrationsprobleme ganz aus den Augen zu verlieren. Mehr Von Karen Krüger 1

Niall Ferguson: Der Aufstieg des Geldes Geld allein macht nicht unglücklich

Wurzelt denn alles im Kreditwesen? Niall Ferguson nimmt es in seiner farbigen Weltfinanzgeschichte mit den Erklärungen nicht allzu genau. Seiner These vom Aufstieg des Geldes traut er selber nicht so recht. Mehr Von Jürgen Kaube

Ein Buch über die Kunst von Shepard Fairey Propaganda ohne Auftrag

Berühmt wurde der amerikanische Künstler Shepard Fairey mit einem Porträt von Barack Obama. Ein Buch über ihn zeigt: Das ist längst nicht alles. Mehr Von Julia Voss

Stian Hole: „Garmans Sommer“ Könnten Tanten fliegen

„Garmans Sommer“ ist ein trauriges wunderschönes Buch. Aber die Tatsache, dass wir all die Schönheit, die uns Stian Hole zeigt und erzählt, als traurig empfinden können, beweist nur unsere Liebe zum Leben. Mehr Von Andreas Platthaus

Jenny Valentine: „Wer ist Violet Park?“ Dann haue ich eben ein Loch in die Wand

Asche aus dem Bioladen: In Jenny Valentines Jugendroman „Wer ist Violet Park?“ stößt der Junge Lucas auf eine Urne und jagt dem Schatten seines Vaters hinterher. Ein einfallsreiches Debüt mit reduziertem, authentischem Ton. Mehr Von Christina Hoffmann

Gunnel Linde: „Hilfe! Ich bin ein Werwolf“ Zähne fletschen, Ohren anlegen

Beim nächtlichen Äpfelklauen wird der liebe Junge Ulf von einem bösen alten Mann, der früher Zahnartist war und vielleicht jetzt Werwolf ist, gebissen. Jetzt steckt in ihm ein schlimmes Monster. Ob er wirklich ein Werwolf ist, weiß nur Gunnel Linde. Mehr Von Eva-Maria Magel

Gabi Kreslehner: „Charlottes Traum“ Ich lieb dich trotzdem, muss ja

Eine seltene Mischung von Genauigkeit, Eigenwilligkeit, Einfühlungsvermögen und Respekt vor dem Seelenleben Fünfzehnjähriger: In „Charlottes Traum“ von Gabi Kreslehner müssen Kinder schnell erwachsen werden - weil auf ihre Eltern kein Verlass ist. Mehr Von Fridtjof Küchemann

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