04.06.2010 · SPD und Grüne haben ihren Kandidaten für das Amt des Bundespräsidenten vorgestellt - den früheren DDR-Bürgerrechtler Joachim Gauck. Er soll auch Stimmen aus dem Regierungslager holen. Gauck sagte, er wolle die „bittere Distanz zwischen Regierenden und Regierten überwinden“.
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Ich hätte Gauck, den ich durchaus schätze, für schlauer gehalten!
Warum lässt sich dieser, bisher so integere, Mann von Roten und Grünen vor deren Karren spannen? Soviel Qualität haben rote und Grüne gar nicht verdient, nicht umsonst müssen sie, mangels Klasse in der großen Masse, auf Fremdkandidaten zurückgreifen! Ein Armutszeugnis für Rot und Grün!
Ich schätze, dass Wulff es nicht im ersten Wahlgang schafft. Dann werden Frau Merkel, Herr Westerwelle und Herr Seehofer ihre Wahlmänner beiseite nehmen, ihnen freundlich aber bestimmt mitteilen, das Artikel 38 (1) Grundgesetz nicht anzuwenden sei und sich jeder Wahlmann doch darüber im klaren sein muss, wem seine Loyalität gilt.
Dann wird Wulff im 2. Wahlgang gewählt und Frau Merkel, Herr Seehofer und Herr Westerwelle, werden in ihren Presseerklärungen die einzigartige Demokratie unseres Landes loben, dass sich auch in diesem Fall wieder durchgesetzt hat.
Und was für einen tollen unabhängigen Bundespräsidenten wir haben.
Deprimierend!
@ Kevin Bond (00Kevin) Charakterlos ist, sich bei einer demokratischen Wahl
zu enthalten und/oder nicht zu wählen; bzw. hier ein solches Verhalten zu propagieren!
Wenn die FDP Charakter hätte würde sie sich bei der Wahl enthalten [22]
Kevin Bond (00Kevin)
Gauck ist älter und belastet den Haushalt nicht mit ewigen Pensionszahlungen (Ehrensold) ohne Gegenleistung. Wulff ist zu jung - ganz zu schweigen - seine Frau. ;-))
@ Kevin Bond (00Kevin) Ihr Beitrag outest Sie als politisch unreif!
Wenn die FDP Charakter hätte würde sie sich bei der Wahl enthalten [11]
Kevin Bond (00Kevin)
@ WERNER H FISCHER (nauralokki) Ihr Beitrag zeigt ganz deutlich wie Recht ich
mit meiner These vom politisch unreifen Deutschen habe; Sie geben ja geradezu den Prototypen dazu ab!
Bundespräsident Wulff.. ? [<10]
WERNER H FISCHER (nauralokki)
Wenn die Mehrheit steht kommen oft abgehalfterte Politiker zum Zug (Carstens, Rau, Weizsäcker ja,ja die tolle Rede bzw. das Eingeständnis einer Binsenweisheit, aktuell eben Wulff) dann oh Wunder werden die Minderheiten in der Versammlung ungemein kreativ bei der Kandidatenkür. Also sollte Gabriel tatsächlich den Ball Flach halten, in 5 Jahren wäre dann Kurt Beck an der Reihe!
Ernst-August for President
..nur wenige kurze anmerkungen von einem schon seit vielen jahren im ausland lebenden "deutschen" weltbuerger.. u.a. reibe ich mir ein wenig die augen ueber die anmerkung zu frau wulff -:) sollte herr wulff gewählt werden, so ist davon auszugehen, dass er demnächst einen antrittsbesuch in peking machen wird - ich halte es nicht fuer ausgeschlosse, dass auch das pflegeleichte schlagersternchen lena .. der delegation angehören sollte - sie wird sich selbstverständlich ganz unpolitisch geben - und sich kein beispiel am auftritt von björk in shanghai nehmen - der song von björk - FREE TIBET - ist bei den ach so liberalen chinesischen kadern nicht so gut angekommen.. -:) herrn wulff wurde der ehrendoktor einer universität in shanghai verliehen - sollte er bei seinem besuch im - reich der mitte - das thema menschenrechtsverletzungen in tibet, ost-turkestan und china offensiv angehen, wäre ich sehr ueberrascht.
ps. fuer alle sichtlich erbosten lena fans - in das goldenen buch der stadt hannover das wort - geil - zu schreiben, bedeutet nun wirklich ueberhaupt nichts - oder seht ihr das als eine explizite protesthaltung?
Die Roten und Grünen mussten sich notgedrungen für Herrn Gauck entscheiden,
weil keine der beiden Parteien eine Persönlichkeit in ihren Reihen hat, die auch nur annähert "präsidentabel" ist! Ein deutliches Armutszeugnis für Rot und Grün; viel Masse wenig Klasse!
Einen regierenden Ministerpräsidenten, der damit ja automatisch auch Parteipolitiker ist, zum Bundespräsidenten zu wählen (in diesem Fall fast zu ernennen) widerspricht dem Auftrag vom überparteilichen Standpunkt des Präsidenten. Nur weil Herr Wulf kein Demagoge wie andere ist, ist er nicht automatisch überparteilich.
Im Uebrigen wünsche ich ihm eine Karriere in der hoffentlich bald beginnenden Nach-Merkel-Zeit, die als Ex-Bundespräsident kaum denkbar erscheint.
Einen respektablen und anerkanntermassen unparteilichen Kandidaten wie Gauck vorzuschlagen, hätte eigentlich der Regierungskoalition angestanden. Aber erfreulicherweise ist ja unter FAZ-Lesern schon ein erfreulicher Trend zu erkennen.
Ich kenne die Frau vom Gauck nicht, aber Bettina Wulff dürfte deutlich attraktiver sein. Würde mich freuen, die mal öfters im Fernsehen zu sehen. Die kann man auch im Ausland vorzeigen. Davon abgesehen ist es mir vollkommen gleich, wer jetzt dort den Bundespräsidenten (Scheinrepräsentant) gibt.
Wenn die FDP Charakter hätte würde sie sich bei der Wahl enthalten
das überraschende Ergebnis wäre dann das ausgerechnet die LINKE die Hosen runterlassen und für Wulff abstimmen müßte, um Gauck zu verhindern.
Denn Gauck kann die Linke unmöglich wählen, das wäre ein Offenbarungseid.
Sitzverteilung in der Bundesversammlung:
CDU: 499
FDP: 147
SPD: 323
Grün:127
Linke:124
Andere:14
Eine FDP-Enthaltung wäre also ein echter Kracher, den vermutlich sogar Frau Merkel mitbekommen dürfte. Die Linke müßte ihren Wahlmännerrn schon ganz deutlich sagen das sie Wulff zu wählen haben und das wird natürlich nicht unbemerkt bleiben. Ein Hauch von Demokratie bei der BuPrä-Wahl.
Leider hat die FDP keinen Charakter sondern nur einen Guido W.
Dafür hat die CDU auch keinen Charakter sondern nur einen Christian W.
Gauck hat jedenfalls meine volle Sympathie und wer wissen will welchen Charakter der Mann hat , dem empfehle ich folgendes Interview aus der NZZ vom 22.Mai 10:
http://tinyurl.com/32sj9ed
Sie scheine nicht wirklich mit Verstand gesegnet zu sein wenn sie denken das jemand die Verantwortung übernehmen kann für die person die ihn wählt.
Ich möchte nicht wissen wie viele Nazis bei der letzten Wahl CDU oder FDP gewählt haben. Soll Frau Merkel jetzt dafür schämen und zurücktreten?
Herr Gauck wurde von SPD und Grüne vorgeschlagen wie 1999 von der CDU.
Sprich ein Kandidat mit dem 3 von 5 Parteien leben könnten. Wenn FDP und Linke ihn auch wählen ist das ok. Ich meine wie doof mus man sein zu sagen "du darfst aber nicht von dem gewählt werden". Da man das "gewählt werden" ja nicht verhindern kann müssten sie der Linken die Stimmberechtigung entziehen. Und nichtmal die DDR hat die anderen nicht SED Parteien verboten.
Wie demokratisch ist das denn? Ich glaube die Bundesrepublik Deutschland ist nicht das passende Land für sie. Eine Diktatur aller China, Nordkorea oder Kuba würde besser zu Ihnen passen. Kim lässt bestimmt auch alle erschießen die ihn gewählt haben die aber nicht mag und nicht möchte das sie ihn wählen. Lächerlich!!!
Herr Gauck wäre wertvoll fuer viele und hätte den Respekt aller
In der Debatte um den richtigen Kandidaten wird viel ueber die "schwierige Situation" gesprochen. Es ist leider wahr, dass viele von uns Ermutigung und Stärkung gut gebrauchen können. Ich halte Herrn Wulff fuer einen guten Politiker und er hat mit Sicherheit eine grosse Portion Charisma aber ich halte ihn fuer zu jung, um die Rolle eines "Landesvaters" zu uebernehmen. Die Entscheidung fuer seine Kandidatur ist etwas ungluecklich zustande gekommen und auch das lässt ihn weniger souverän erscheinen, als das bei Herrn Gauck der Fall ist.
Wir deutschen haben durch Traumata in unserer juengeren Geschichte eine Art Vaterkomplex entwickelt und haben Gott sei Dank in unseren Bundespräsidenten beeindruckende Persönlichkeiten gehabt, die das Format hatten unsrer Seele gut zu tun. Aus dem Leben und Wirken von Herrn Gauck strahlt eben solche grosse Persönlickeit, die das Amt des Bundespräsidenten immer wieder ausgezeichnet hat. Die Worte, die er seit der Bekanntgabe seiner Kandidatur gefunden hat, haben mir persönlich und ich denke auch vielen anderen Mut gemacht und sie inspiriert.
Er ist ein wuerdiger und fuer unser Land wertvoller Kandidat und hoffentlich baldiger Bundespräsident.
Klug und integer mag er sein..
..der Herr Gauck, aber er ist eben auch ein traumatisierter Pfarrer, der seinen Schwerpunkt eben im kalten Krieg hat. Und als Stasijäger, der mit der IM-Keule noch im letzten Kindergarten und Dorfkonsum westdeutscher Hegemonie zum Durchbruch verholfen hat, dürfte er in Ostdeutschland ohnehin wenig Freunde haben. Und "die Linke" weiter stärken. Dass er bei Westdeutschen für Gründerzeit-Romantik, Professuren und Verbeamtungen mit Buschzulage, gute Deals und Ost-Immobilienabschreibung steht, mag seine Kandidatur erklären.
Gauck wäre der richtige Bundespräsident
Gauck wird leider zu spät nominiert. Die SPD hätte ihn schon 2009, als die Stimmenverhältnisse im Bundesrat knapper waren, nominieren sollen. Stattdessen wollte sie mit Frau Schwan die Linke spalten, was lächerlich war.
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Es ist bedauerlich, dass die renommiertesten Kandidaten immer dann aufgestellt werden, wenn sie keine Chancen haben. Die dienen leider nur als Feigenblatt. Hätten SPD/Grüne die Mehrheit, würden sie einen anderen Kandidaten aufstellen, der ihren Parteiproporzvorstellungen entsprechen würde.
Joachim Gauck es schaffen würde ? Dann hätten sich 10 - 20 Stimmen aus dem Regierungslager auf seine Seite geschlagen. Und dafür gibt es gute Gründe: Gegen Gaucks jetzt schon historische Statur, seine glaubhafte Selbstverpflichtung zur Überparteilichkeit lassen den Unionskandidaten Wulff regelrecht verblassen. Und es wäre vielleicht ein guter Einstieg in das Ende der unglücklichen schwarz-gelben Koalition. In der Union werden viele teilen, was alle denken, und überall zu lesen ist: die Westerwelle-Spaß-FDP ist eine regierungsunfähige Lachnummer. Die erfrischende Unkonventionalität und das mitreissende Zupacken Guttenbergs als Wirtschaftsminister überstrahlt heute noch den blässlichen Brüderle, der Mühe hat, überhaupt wahrgenommen zu werden. Steinmeier waren die Stiefel des Aussenministers vielleicht ein bischen zu groß - aber wenigstens latschte er darin nicht permantent von einem Fettnäpfchen zum nächsten, wie Westerwelle. Und von Merkels prinzipienloser wie illoyaler Machtpolitik haben etliche Unionspolitiker schon länger die Schnauze voll, als man Peer Steinbrücks Qualitäten als Krisenmanager vermisst. Und wäre nicht sowieso eine "handlungsfähige", eine geradezu "nationale" Koalition das Gebot der Krisenstunde ?
@ Herr Grunwald: Gut getrickst Herr Gabriel
Ich kann Ihnen da nur zustimmen.
Ich frage mich lediglich, wenn Gauck in den Augen von SPD und Grünen wirklich der absolut beste und optimale Präsident ist, warum Rot-Grün Gauck nicht bereits 1999 gewählt hat, als die CSU Gauck ins Rennen schicken wollte.
Die Beschädigung des Bundespräsidentenamtes........
geht unvermindert weiter. Vor Köhlers Wiederwahl war mit der SPD (Beck) verabredet, dass diese keinen Gegenkandidaten aufstellt. Wer hielt sich nicht daran? Unter einem fadenscheinigen Vorwand rückte Beck (Triebfeder Nahles?) von seinem gegebenen Wort ab und stellte Fr. Schwan auf. Steinmeier war jedoch dagegen. Wer soll denn den Worten der SPD noch glauben? Insofern ist die Reaktion der Union+FDP verständlich, nicht auf die Wortbrecher zu warten.
Eine mögliche Parallele zu Wulff bietet der ehemalige Prof. Carstens, dem man aufgrund seiner politischen Einstellung die Unvereinbarkeit mit dem Amt des BuPräs unterstellte. Aus ihm wurde ein geachteter und beliebter Präsident. Fazit: Vorurteile widerlegen sich meistens, wenn ein neues Amt ausgeübt wird.
Auch die Union hätte Gauck aufstellen können,
und SPD (+Grüne) haben J. Gauck feigenblättrig mit heuchlerisch großzügiger Geste als Kandidaten präsentiert, weil er nur Außenseiterchancen besitzt, die zusätzlich reduziert werden, weil Gauck für die PDS ein rotes Tuch darstellt. Wenn die SPD eine buttersichere Chance sähe, wäre sie wieder den "Rau-Weg" gegangen und hätte einen der ihren versorgen müssen.
Die Johannes-Rau-Selbstkandidatur war mit das peinlichste politische Manöver und Geschachere über zig Monate um das höchste Amt, das diese Republik je erlebt hat. Im Vergleich dazu war die aktuelle Nachfolgediskussion nahezu ein Beispiel an Transparenz und Zügigkeit. ;)