17.06.2010 · Die Wahl des Bundespräsidenten könnte zum Schicksalstag der schwarz-gelben Koalition werden. Beflügelt von dem Coup mit Gauck agieren SPD und Grüne als disziplinierte politische Kampfformation. Anders als FDP und Union haben sie verstanden, was in zwei Wochen auf dem Spiel steht.
Von Berthold KohlerIn der FDP, und zwar im Osten wie im Westen, scheinen immer noch nicht alle begriffen zu haben, dass am 30. Juni nicht „nur“ entschieden wird, wie der neue Bundespräsident heißt. Jener Ultimo könnte auch zum Schicksalstag der schwarz-gelben Koalition, der von ihr getragenen Bundesregierung und des FDP-Vorsitzenden werden.
Sollte das gar der wahre Grund sein, warum FDP-Politiker sagen, sie könnten vor Gott und ihrem Gewissen gar nicht anders, als für Gauck zu stimmen? Dann müsste man der Partei eine gewisse Lust an der Selbstzerstörung unterstellen. Diesem Verdacht setzt sich aber auch die Union aus.
Die sächsische CDU, bekannt für die Eigenheiten ihrer Ehemaligen, schickt zwei Wahlmänner weniger als möglich für Wulff in die Bundesversammlung, weil offenbar auch in ihren Reihen die Gauckmania ausgebrochen ist.
SPD und Grüne, beflügelt von dem Coup, der ihnen mit dem Pastor gelang, agieren dagegen wie ein Musterbeispiel einer geschlossenen und disziplinierten politischen Kampfformation. Sie haben verstanden, was in zwei Wochen auf dem Spiel steht.
K o e n n t e werden??
Rolf Joachim Siegen (rolfS2)
- 16.06.2010, 23:04 Uhr
Handlungsunfähige Koalition vs. Bundespräsident
Marianne Meyer-Krahmer (marmeyk)
- 17.06.2010, 10:57 Uhr
wirklich ein Schicksalstag?
Dirk Berends (Berends)
- 17.06.2010, 11:27 Uhr
Wieso Schicksalstag?
R.J. Povel (duPuy)
- 17.06.2010, 12:32 Uhr
Koennen Sie nicht noch bisschen mehr jammern?
robert eder (logbert)
- 17.06.2010, 12:36 Uhr