13.08.2009 · Zweieinhalb Wochen vor den Landtagswahlen in Sachsen und Thüringen weisen Umfragen die CDU trotz Verlusten als stärkste Partei in beiden Ländern aus. In Erfurt könnte sie die Regierungsmehrheit aber nur noch mit der SPD erreichen.
Zweieinhalb Wochen vor den Landtagswahlen in Sachsen und Thüringen weisen Umfragen die CDU trotz Verlusten in beiden Ländern als stärkste Partei aus. Laut einer Befragung von Infratest-dimap im Auftrag des MDR ist in Sachsen eine schwarz-gelbe Landesregierung möglich. In Thüringen müsste die CDU laut den Ergebnissen der Umfrage dagegen mit der SPD koalieren, um an der Macht zu bleiben.
Laut Umfrage ist die CDU in Sachsen weiter mit Abstand stärkste politische Partei. Sie liegt bei 39 Prozent und verliert im Vergleich zur Umfrage vom Juni 2009 einen Prozentpunkt. Die SPD legt zwei Punkte zu und kommt auf 15 Prozent. Trotzdem bleibt die SPD nur drittstärkste politische Kraft nach der Linkspartei, die derzeit mit 19 Prozent (minus ein Punkt) der Stimmen rechnen kann. Die FDP bleibt bei 12 Prozent, und die Grünen erreichen wie bei der letzten Umfrage 6 Prozent und würden damit den Einzug in den Landtag wieder schaffen.
In Thüringen auch Rot-Rot-Grün möglich
In Thüringen liegt die CDU von Ministerpräsident Dieter Althaus bei 34 Prozent und verliert damit im Vergleich zur dimap-Umfrage von Juni 2009 noch einmal zwei Prozentpunkte. Die SPD legt im Vergleich zum Juni um zwei Punkte zu und erreicht jetzt 20 Prozent. Sie bleibt drittstärkste Kraft nach der Linkspartei, die derzeit mit 24 Prozent der Stimmen den gleichen Wert erzielt wie im Juni. Auch die FDP mit 9 Prozent und die Grünen mit 6 Prozent bleiben bei den Umfrageergebnissen vom Juni. Beide Parteien würden damit in den Landtag einziehen.
Damit würde die CDU die absolute Mehrheit im Erfurter Landtag verlieren. Eine klare Mehrheit unter Regierungsbeteiligung der CDU gibt es derzeit nur in einem schwarz-roten Modell. Rechnerisch möglich ist in Thüringen aber auch eine rot-rot-grüne Koalition. Infratest befragte in Thüringen und Sachsen jeweils 1000 Wahlberechtigte.