23.08.2009 · Thüringens Ministerpräsident Althaus (CDU) darf sich nicht mehr zu Einzelheiten seines Skiunfalls äußern. Das sieht eine Schweigevereinbarung vor, die seine Rechtsvertreter mit dem Anwalt des Witwers der bei dem Unfall getöteten Frau geschlossen haben.
Thüringens Ministerpräsident Althaus (CDU) darf sich nicht mehr zu Einzelheiten seines Skiunfalls äußern. Das sieht eine Schweigevereinbarung vor, die seine Rechtsvertreter mit dem Anwalt des Witwers der bei dem Unfall getöteten Frau geschlossen haben. Aus einem der F.A.Z. vorliegenden Schreiben des Anwalts geht hervor, dass es Unstimmigkeiten über Althaus‘ Äußerungen zum Unfall gab. Weiter heißt es darin: Es sei „Einigkeit darüber bekräftigt“ worden, „dass über den weiteren Verlauf der Schadenersatz-Verhandlungen Stillschweigen bewahrt wird.“
Althaus, der bei dem Unfall ein Schädel-Hirn- Trauma erlitt, hatte in Boulevardzeitungen immer wieder zum Unfall Stellung genommen. In einem Blitzverfahren war er wegen fahrlässiger Tötung zu einer Geldstrafe von 33.000 Euro verurteilt worden. Der Anwalt hatte gesagt, die Familie des Opfers beobachte mit Unbehagen die Medienberichte, die ihre „zutiefst private Angelegenheit“ an die Öffentlichkeit brächten. Von einem „freundschaftlichen Kontakt“ zu dem Witwer, den Althaus in Interviews behauptet hatte, könne nicht die Rede sein. Die Vereinbarung beinhalte auch, dass Althaus sich nicht mehr über seinen Besuch am Grab der Toten oder andere die Familie betreffende Details äußere.
Dessen Äußerungen zu dem Unfall hatten im Landtagswahlkampf zuletzt hohe Wellen geschlagen. Die Spitzenkandidaten von SPD und Linkspartei, Christoph Matschie und Bodo Ramelow, hatten Althaus vorgeworfen, den Skiunfall zu instrumentalisieren.
Gut eine Woche vor den Landtagswahlen in Thüringen prognostizieren Umfragen der CDU den Verlust ihrer absoluten Mehrheit. Auch ein schwarz-gelbes Bündnis erscheint fraglich. Nach der Umfrage von Infratest dimap liegt die CDU bei 34 Prozent; die Forschungsgruppe Wahlen sieht sie bei 35 Prozent. Die FDP kann mit Werten um neun Prozent rechnen. Unsicher ist noch die Rückkehr der Grünen ins Parlament. Damit könnten sie mit der Linkspartei, die auf etwa 24 Prozent kommt, und der SPD mit knapp 20 Prozent eine Dreierkoalition bilden.
Ende der Taktlosigkeiten?
Gerhard Rinker (GerdR)
- 23.08.2009, 19:30 Uhr
Skiunfall
Hanspeter Bruhin (Secutor)
- 24.08.2009, 03:42 Uhr
@secutor
Walther Schmidt (silitoe)
- 24.08.2009, 12:22 Uhr
Hier wird die Meinung vertreten, eine Mutter in Erziehungsfunktion...
Alfons Crocusé (ALCR)
- 24.08.2009, 12:53 Uhr