09.09.2009 · Ganz unfreiwillig hat Dieter Althaus seiner Partei einen letzten wertvollen Dienst erwiesen: Mit seinen unberechenbaren Abgängen und nur noch kindisch zu nennenden Auftritten hat er der CDU einen drohenden Machtkampf erspart.
Von Stefan DietrichGanz unfreiwillig hat Dieter Althaus seiner Partei einen letzten wertvollen Dienst erwiesen: Mit seinen unberechenbaren Abgängen und nur noch kindisch zu nennenden Auftritten hat er ihr einen drohenden Machtkampf erspart. Der wäre unweigerlich entbrannt, hätte sich die „Ära Althaus“ in die Koalitionsverhandlungen hinein verlängert.
Doch seine jüngsten Eskapaden haben die Loyalität des Führungsquartetts, das seit seinem Skiunfall eine feste Wagenburg um ihn bildete, in einer Weise strapaziert, die eine fristlose Kündigung der Gefolgschaft nach sich ziehen musste.
Die Desavouierung der stellvertretenden Ministerpräsidentin Diezel, die zweimal für ihn in die Bresche sprang, wirkte wie ein Katalysator der Einigung zwischen Frau Diezel und Frau Lieberknecht. Gegen die beiden Frauen, die sich nun fest untergehakt und auf eine (vorläufige) Teilung der Macht verständigt haben, gibt es nun auch für einen Dritten, etwa den Fraktionsvorsitzenden Mohring, kein Durchkommen mehr. Die Wagenburg hat sich wieder geschlossen - und Althaus ist endgültig draußen.
Paradoxes Handeln
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