02.09.2009 · Die Linkspartei im Saarland will an diesem Wochenende Gespräche mit der SPD über eine mögliche rot-rot-grüne Landesregierung führen. Das kündigte der Landesvorsitzende Rolf Linsler an. Linsler sagte der F.A.Z., er sei „im Prinzip optimistisch“, dass eine rot-rot-grüne Koalition zustande komme.
Von Thomas HollDie saarländische Linkspartei will voraussichtlich am Wochenende mit der SPD über eine mögliche Koalition zusammen mit den Grünen reden. Der Landesvorsitzende der Linkspartei, Rolf Linsler, sagte der F.A.Z., dass der SPD-Vorsitzende Heiko Maas und Linkspartei-Spitzenkandidat Oskar Lafontaine miteinander telefoniert hätten, um einen Termin zu vereinbaren. „Wir drängen uns nicht auf, die größere Partei wird auf uns zukommen.“ Er selbst sei „im Prinzip optimistisch“, dass in „vernünftigen Gesprächen“ eine Koalitionsvereinbarung gefunden werde.
Zu der Aussage des Grünen-Vorsitzenden Hubert Ulrich, eine Fortsetzung des Bergbaus im Saarland komme für seine Partei nicht in Frage, sagte Linsler, „darüber muss man reden.“ Die Linkspartei wolle die Verträge zwischen Land und Kohlekonzern über das Ende des Bergbaus 2012 überprüfen lassen. Am Ende werde man wohl feststellen müssen, dass der Bergbau „leider Gottes“ nicht mehr fortgesetzt werden könne: „Diese Hürde lässt sich also überspringen.“
Zu der Forderung Ulrichs, Lafontaine müsse das „Problem“ der beiden von den Grünen zur Linkspartei übergetretenen Landtagsabgeordneten Barbara Spaniol und Ralf Georgi „lösen“, sagte Linsler: „Diese Leute sind gewählte Abgeordnete. Die Grünen und Herr Ulrich werden mit ihnen leben müssen.“ Noch nicht entschieden habe die Linkspartei, welche Ministerien sie in einer Koalition beanspruche. Das Vorschlagsrecht zur Besetzung habe Lafontaine als Spitzenkandidat der Linkspartei.
Thomas Holl Jahrgang 1960, politischer Korrespondent für Hessen, Rheinland-Pfalz und das Saarland mit Sitz in Wiesbaden.
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