19.12.2008 · Fast hätte er sein Ziel erreicht, als hessischer Umweltminister die Wende zu erneuerbaren Energien zu verwirklichen. Dass daraus nichts geworden ist, liegt nicht an Tarek Al-Wazir. Schuld sei nur die SPD.
Fast wäre Anfang November sein Traum Wirklichkeit geworden, und er hätte als Umweltminister die Wende hin zu erneuerbaren Energien verwirklichen können. An ihm, so betont der Grünen-Landesvorsitzende und Fraktionschef im Landtag bei jeder Gelegenheit, seien die Pläne für eine von der Linkspartei unterstützte rot-grüne Minderheitsregierung nicht gescheitert. Schuld sei allein die SPD.
Weil die sich als heillos zerstritten und unzuverlässig erwiesen hat, ist Al-Wazir auf die Sozialdemokraten derzeit gar nicht gut zu sprechen. Nach dem Absturz auf nur noch 7,5 Prozent bei der Landtagswahl können die Grünen laut Umfragen nun zwar immerhin auf 13 Prozent hoffen. Ein schwacher Trost allerdings, wenn die Partei am Ende dann doch wieder auf den Oppositionsbänken sitzen sollte. Grundsätzlich wäre mit dem 37 Jahre alten Offenbacher wohl auch eine schwarz-grüne Koalition vorstellbar, allerdings sicher nicht mit Roland Koch als Ministerpräsident. (ler.)