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Donnerstag, 20. Juni 2013
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Bildungspolitik SPD geht beim Thema Bildung in die Offensive

 ·  Fünf Wochen vor der Landtagswahl zeichnet sich abermals eine scharfe Auseinandersetzung um die künftige Schulpolitik in Hessen ab. Die SPD will pro Jahr 250 Millionen Euro zusätzlich für Schulen ausgeben.

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Michael Miller

Gähneprogramm und Parteiengezänk

Herr Schäfer-Gümbel setzt sich im Wahlkampf in Szene, muss er, kann er mit alten neuen SPD-Parolen und Absichtserklärungen. Der Gegenwind von CDU und FDP folgt auf den Fuß, ebenfalls mit den bekannten Sprüchen; und zum x-ten Mal die hoffnungslose Verteidigung des drei/viergliedrigen Schulsystems. Der Bürger ist von diesem Niveau längst genervt, wendet sich gelangweilt ab. Konsequenzen werden aus dem Bildungsbericht 2008 in Deutschland einfach nicht gezogen, vor allem 25% einer Generation werden einfach in die Ecke zwischen Hartz IV, Gelegenheitsjob und Drogen gestellt. Keine Partei hat offensichtlich wirklich eine Antwort. Da müßte man sich mit grundlegenden Fragen der Kinder- und Jugendsozialisation, der subjektiven Lernmotivation, neuen Lernkulturen, neuer Prüfungsdidaktik und existenziellen Zukunftsfragen beschäftigen. Ja, innerhalb eines reformierten öffentlichen Schulsystems mit radikalem Bürokratieabbau wäre gar eine 75%ige Abiturientenquote möglich, denn das Gymnasium ist die moderne Volksschule des 21. Jahrhunderts. Aber wer will das schon? Wer will in der Politik sein Hirn wirklich anstrengen?

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Jahrgang 1960, Korrespondent der Rhein-Main-Zeitung in Wiesbaden.

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