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Gabriele Pauli Ein Glühwürmchen für Europa

25.02.2009 ·  Die ehemalige CSU-Politikerin Gabriele Pauli will für die Freien Wähler als Spitzenkandidatin in der Europawahlkampf ziehen. Ihre „Ansichten sind nicht an Bayern gebunden“, sagte sie beim politischen Aschermittwoch der Freien Wähler in Deggendorf.

Von Matthias Wyssuwa
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Die ehemalige CSU-Politikerin Gabriele Pauli will für die Freien Wähler als Spitzenkandidatin in der Europawahlkampf ziehen. „Ich stelle mich für die Spitzenposition zu Verfügung“, sagte sie am Mittwoch gegenüber FAZ.NET.

Noch gebe es zwar offene Fragen in Bezug auf die Wahlkampforganisation, dies sei aber nicht weiter beunruhigend: „Wir müssen uns eben noch formieren.“ Sie wolle mit den Freien Wählern um den Einzug ins europäische Parlament kämpfen, da viele europäische Entscheidungen direkte Auswirkungen auf Kommunen hätten. „Deshalb brauchen wir auch erfahrene Kommunalpolitiker im europäischen Parlament.“ Als Spitzenkandidatin wolle sie vor allem auf Veranstaltungen außerhalb Bayerns für die Freien Wähler werben.

Von Bayern losgelöst

Beim politischen Aschermittwoch der Freien Wähler in Deggendorf sagte Frau Pauli zuvor, ihre „Ansichten sind nicht an Bayern gebunden“. Zudem kritisierte sie Berufspolitiker in den Parteien scharf: „Es kommen doch nur die geschliffenen nach oben. Wer sein Ich aufgibt und sich an die Politik verkauft, der ist am Schluss der Repräsentant unseres Volkes“, sagte die ehemalige Fürther Landrätin, die auch als CSU-Rebellin bekannt wurde.

Der CSU-Vorsitzende und bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer sagte beim politischen Aschermittwoch der CSU in Passau, Frau Pauli sei ein „Glühwürmchen“.

Die Freien Wähler hatten bereits im Januar eine politische Vereinigung gegründet, um bei der Europawahl im Juni antreten zu dürfen. Im Februar hatte der Bundesverband auf einer Delegiertenkonferenz in Frankfurt dann fast einstimmig entschieden, dass diese Vereinigung den Namen „Freie Wähler“ benutzen darf, und der Bundesverband den Wahlkampf unterstützt. Nur die Landesverbände aus Baden-Württemberg und Sachsen lehnten eine Teilnahme an der Europawahl ab - Baden-Württemberg hat den Bundesverband daher verlassen.

Zusage nach Bedenkzeit

Frau Pauli wurde bereits in Frankfurt vom Bundesvorsitzenden der Freien Wähler Armin Grein als Spitzenkandidatin für den Europawahlkampf vorgeschlagen. Es bedürfe „berühmter und bekannter“ Persönlichkeiten im Wahlkampf, sagte Grein. Frau Pauli hatte sich jedoch Bedenkzeit erbeten. Sie sagte, sie wolle erst prüfen, wie die Freien Wähler ihren ersten Wahlkampf über die Grenzen der Bundesländer hinaus organisieren wollten.

Die Kandidatenlisten für das Europarlament stellen die Freien Wähler am Samstag in München zusammen. Einen Gegenkandidat zu Frau Pauli gibt es bislang nicht. Um den zweiten Platz auf der Kandidatenliste will sich der Bundesvorsitzende Grein bewerben.

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