14.08.2009 · Die SPD kommt nicht aus dem Umfragetief heraus. Im jüngsten ARD-Deutschlandtrend sackte sie mit bundesweit 22 Prozent auf den tiefsten jemals bei diesen Erhebungen gemessenen Wert ab. Eine andere Umfrage hatte sie jüngst sogar schon bei 20 Prozent gesehen.
Der SPD-Vorsitzende Franz Müntefering gibt sich zweckoptimistisch: Er glaube trotz der anhaltend schlechten Umfragewerte seiner Partei an einen erfolgreichen Bundestagswahlkampf, sagte er am Freitag im Deutschlandfunk. Auch 2005 seien die Umfragewerte der SPD schlecht gewesen, doch bei der Wahl „sah es eben ganz anders aus“. Wahlkampf sei lebendige Demokratie, „da wird gestritten um den richtigen Weg“. Es sei der Charme des Wahlkampfes, „dass man da um die Meinung kämpft“.
In der Wählergunst fällt die SPD einer Umfrage zufolge immer weiter hinter die Unionsparteien zurück. Während CDU und CSU in dem am Donnerstag veröffentlichten ARD-Deutschlandtrend zwei Punkte auf 37 Prozent zulegten, büßte die SPD einen Punkt auf 22 Prozent ein. Damit rutschten die Sozialdemokraten auf ihren schlechtesten Wert ab, der jemals im Deutschlandtrend ermittelt wurde.
Die übrigen Bundestagsparteien gaben im Vergleich zur Vorwoche jeweils einen Punkt ab: Die FDP erreichte 15 Prozent, die Grünen zwölf und die Linke neun Prozent. Die Wunsch-Koalitionspartner CDU/CSU und FDP kämen demnach bei der Wahl am 27. September zusammen auf eine absolute Mehrheit von 52 Prozent der Stimmen. Allerdings offenbarte die Umfrage auch eine erhebliche Skepsis gegenüber den Wahlkampfversprechen der Union: 64 Prozent der Teilnehmer stimmten der Aussage zu, bei CDU und CSU wisse man nicht genau, was sie nach der Wahl vorhätten.
62 Prozent für Merkel, 23 für Steinmeier
SPD-Generalsekretär Hubertus Heil hat scharfe Kritik an Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) geübt. „Frau Merkel ist, wie einige Finanzmarktprodukte, sehr überbewertet“, sagte Heil der „Neuen Presse“ in Hannover. Merkels Kritik am Deutschland-Plan von SPD-Kanzlerkandidat Franz-Walter Steinmeier wies er als „unseriös“ zurück. „Noch vor einem Jahr hat auch Frau Merkel Vollbeschäftigung als realistisches Ziel benannt“, sagte Heil. „Der Unterschied zu Frank-Walter Steinmeier ist: Sie verschweigt, wie sie dieses Ziel erreichen will. Das nenne ich unseriös.“
Dennoch: Bei der Direktwahlfrage ist der Abstand zwischen Bundeskanzlerin Merkel und ihrem Herausforderer weiter gewachsen. Könnten die Deutschen den Kanzler direkt wählen, dann würden sich 62 Prozent für Merkel (plus ein Punkt im Vergleich zur Vorwoche) und 23 Prozent für Steinmeier (minus ein Punkt) entscheiden. Der Abstand zwischen den beiden Kanzlerkandidaten beträgt damit 39 Punkte und sei so groß wie noch nie zuvor, so die Wahlforscher.
noch immer zuviel
Volker Kulessa (solelite)
- 14.08.2009, 12:29 Uhr
Hausgemachte Probleme
Claus Behrens (chipin)
- 14.08.2009, 12:43 Uhr
Wer die Wahl ....
Daniel Borer (Danibor)
- 14.08.2009, 13:50 Uhr
Schwarz-Gelb in greifbarer Nähe
Ralf Kowollik (InterNETkobold)
- 14.08.2009, 14:22 Uhr
So wie 2005 ?
Peter Kronenberger (Peter-Kronenberger)
- 14.08.2009, 16:14 Uhr