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Umfrage SPD stürzt auf 20 Prozent ab

05.08.2009 ·  Zum Wahlkampfauftakt ist die SPD in der Wählergunst mit nur noch 20 Prozent auf den schlechtesten Wert in diesem Jahr gefallen. Forsa sieht den Grund für den abermaligen Absturz der Sozialdemokraten in der Dienstwagenaffäre Ulla Schmidts.

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Zum Wahlkampfauftakt ist die SPD in der Wählergunst mit nur noch 20 Prozent auf den schlechtesten Wert in diesem Jahr abgestürzt. Im Vergleich zur Vorwoche verlor sie in der neuen Forsa- Umfrage des Magazins „Stern“ und des Fernsehsenders RTL drei Punkte. So schlecht schnitt die SPD in der wöchentlichen Umfrage zuletzt im August 2008 ab, kurz vor dem Sturz des damaligen Parteichefs Kurt Beck.

Schuld am Umfrage-Desaster ist laut „Stern“ die Dienstwagenaffäre von Gesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD). Auf deren Höhepunkt in der vergangenen Woche habe die SPD im Tageswert sogar nur eine Zustimmung von 16 Prozent gehabt. Forsa-Chef Manfred Güllner sagte stern.de: „Die Affäre hat alles aufgewühlt, was an Vorbehalten gegenüber der SPD schon da war: Unfähigkeit, weit weg von den Leuten, selbst die Gesundheitsreform war plötzlich wieder ein Thema und wurde negativ gesehen.“

Deutsche halten Ausschluss Schmidts für richtig

Die Entscheidung von SPD-Kanzlerkandidat Frank-Walter Steinmeier, Schmidt vorerst nicht in sein Wahlkampfteam aufzunehmen, halten nach der am Mittwoch veröffentlichten Umfrage 65 Prozent der Deutschen für richtig. Gerade einmal 14 Prozent der Bürger glauben allerdings, dass die SPD mit diesem Schattenkabinett aus ihrem Tief kommt.

SPD stürzt in Umfrage auf 20 Prozent ab

Laut Umfrage vergrößerte sich der Rückstand der SPD zur Union: Zwar fiel die CDU/CSU um einen Punkt auf 37 Prozent. Doch mit nunmehr 17 Punkten ist der Abstand zwischen den beiden Volksparteien so groß wie noch nie in diesem Jahr.

Die kleinen Parteien konnten von den Verlusten der großen profitieren. FDP und Grüne gewannen jeweils einen Punkt und liegen nun bei 14 und 13 Prozent. Die Linkspartei verbesserte sich um zwei Punkte auf elf Prozent. Forsa hatte in der vergangenen Woche rund 2500 Menschen befragt. Andere Umfrageinstitute sahen die Sozialdemokraten zuletzt bei 24 Prozent.

Vorsprung für Schwarz-Gelb bleibt unverändert

Der Vorsprung von Union und FDP blieb trotz der Verschiebungen unverändert: Gemeinsam kommen sie erneut auf 51 Prozent und liegen damit zum zweiten Mal in Folge sieben Punkte vor SPD, Grünen und Linkspartei, die zusammen 44 Prozent erreichen.

In das Kompetenzteam von SPD-Kanzlerkandidat Frank-Walter Steinmeier setzen nur 14 Prozent ihr Vertrauen. Nur sechs Prozent gaben bei Forsa an, die SPD werde mit den Problemen in Deutschland am besten fertig. Allerdings glauben auch nur 28 Prozent dies von der Union und 10 Prozent von anderen Parteien. 56 Prozent messen keiner Partei die Kompetenz zu, die Probleme am besten zu meistern.

SPD-Fraktionschef Peter Struck sieht seine Partei als „völlig unterbewertet in der Öffentlichkeit“ an. Auch träfen 25 Prozent der Wähler erst in den Tagen vor der Wahl ihre Entscheidung, für wen sie stimmen. „Gelaufen ist gar nichts“, sagte Struck der „Berliner Zeitung“ (Mittwochausgabe). Die SPD werde auch wieder bessere Zeiten bekommen. Da sei er nach 45 Jahren in der SPD „ganz gelassen“.

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