18.09.2009 · In der Wirtschaft hat die Piratenpartei viele Feinde. Aber junge, gut ausgebildete Menschen, die sich mit der Computerwelt auskennen, laufen der Partei zu. Wo kann man die Piraten im Parteienspektrum ansiedeln?
Von Carsten KnopRichtlinien für Lesermeinungen
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Was die etablierten Parteien gern übersehen
Was die "etablierten" Parteien gern übersehen:
Gegenwärtig erlebt die Menschheit einen nie dagewesenen Quantensprung in der Entwicklung, der alles Vorherige weit in den Schatten stellt!
Selbst die Industrielle Revolution war nichts, im Vergleich zu dem, was uns die modernen Kommunikationsmöglichkeiten per Internet bescheren.
Wir erleben gegenwärtig sozusagen die Vernetzung unserer Hirne, den ungehinderten Informationsaustausch und dadurch die immer rasantere Entwicklung der Wissenschaft und Technik. Alles erst ermöglicht durch den ungehinderten Informationsfluss.
Wir sind längst den Weg gegangen, weg von der Industriegesellschaft hin zur Informationsgesellschaft. In den kommenden Jahren wird sich dieser Trend immer stärker abzeichnen, denn gegen Fernost und deren Kampfpreise kann Deutschland dauerhaft nicht konkurrieren!
Deutschlands Chance liegt in der Information!
Doch leider opfern kurzsichtige Politiker die ungeahnten Möglichkeiten des modernen Internets, zugunsten eigennütziger Interessen weniger Unternehmen, welche deutlich den Zug der Zeit verpasst haben; z.B. der Medienindustrie.
Piraten - damit dieses Land eine Zukunft hat!
es gibt eine andere Mathematik als Ihnen vielleicht klar ist.
In Afganistan hat man es mittlerweile verstanden. 10 Taliban - 2 Taliban = 20 Taliban. Wenn man weitermacht Kopfschmerzen mit Asperin zu bekämpfen statt die ursache der Kopfschmerzen wird man bald süchtig und nimmt immer mehr Kopfschmerztabletten. Wenn wir die kinderpronographie nur ausblenden, dann nutzen wir bzw. der Staat dieses medikament auch gegen Politische Gegner und anderes material was denen gerade nicht gefällt. Zudem kommt das all die Dinge die der Sicherheit dienen wollen nur ein Feigenblatt sind und nichts bringen. Deutsche Server haben den DNS Eintrag nicht mehr. Und die DNS Server der anderen 354 Länder? oder wollen sie wie China die Einfuhr von Daten aus dem Internet "sortieren"? Die piratenpartei möchte nicht, dass unsere gesellschaft vernichtet wird mit der Ausrede sie zu schützen. Damit schützen sie uns nicht. Ich schütze mein kind gegen das Zeug durch nachhaltige Erziehung. Ich durfte mit 12 schon so lange TV sehen wie ich wollte, ich war immer pünktlich um 21 Uhr im bett und habe geschlafen. Erziehung hat gewirkt auch ohne sinnloses Verbot. Ursachen bekämpfen nicht Symptome - das ist der richtige Weg.
@Lutz Töpfer: Ihr persönlicher Geschmack in allen Ehren ...
... ("Keine "Zensur" gegen ganz offensichtlich ... widerliche Inhalte des Netzes? ... Da wird es schnell unappetitlich ... muss die Öffentlichkeit vor dem Mist ... bewahrt werden ... Verrohung allenthalben "). Aber es gibt in dem Zusammenhang offenkundig ein anderes schwerweigendes psychologisches Problem , an dem manche Zeitgenossen leiden: das der Selbstüberschätzung ("Das soll ich(!!!) also einfach hinnehmen ... "). Manche Leute möchten eben zu gerne ihre persönlichen Vorlieben und Ansichten für allgemeinverbindlich erklären und notfalls mit Zensurmaßnahmen durchsetzen. Derartige Sympthome zu kurieren, bevor sie pandemisch werden, ist eines der Anliegen der Piratenpartei.
Die Piratenpartei nach dem 27.9.
Es ist schon auffallend, was da in der BRD passiert ist. Als das in den USA passierte, wollte es keiner so richtig wahrhaben. Jetzt ist es allgemeines Wissen, dass der Wahlkampf von Obama der erfolgreichste aller Zeiten war.
Die Piratenpartei ist aber schon jetzt auch eine Sensation.
1)Neue Partei mit griffigem Namen, einfachen Symbolen und Wortspielen : entern=aendern
2)Aufallendes Interesse bei 18-35 jaehrigen
3)Schwieriges, aber gutes Thema: Freiheit statt Zensur
4)Einige public relations stunts: Zensursula, Tauss und Europawahl
5)Unglaublicher Mitgliederzuwachs
6)Fast flaechendeckende Teilnahme an der Bundestagswahl
7)Totale Praesenz im Internet hilft
8)Schmuddelkind beim Fernsehen hilft eher
Wieviel letztlich an Prozentpunkten herauskommt, ist schwer zu sagen. Aber alles, was ueber 1% liegt, ist eine Sensation. Und der Einfluss auf die Ueberhangmandate darf auch nicht unterschaetzt werden. Will die Partei ueber 5% kommen, muss sie jetzt in der letzten Woche eine Slogan-Rakete zuenden!
Wissen will wanden, von dem einen Kopf zum andern
Felix Möller empört sich, "dass nicht nur Patente an sich, sondern auch der gesamte Schutz des geistigen Eigentums abgeschafft werden sollen. Frei nach dem Prinzip 'Deine Idee gehört uns allen.'" Ist Wissen nicht etwas, was verbreitet werden will? Wenn Kepler, da Vinci, Newton, Einstein und Heisenberg ihre Enddeckungen für sich behalten hätten, weil die Idee ja die ihre ist?
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Heutzutage wird ja fast genausoviel Hirnschmalz darauf verwendet, die Ausbreitung von Wissen und Erkenntnissen zu verhindern, wie diese überhaupt erst zu gewinnen.
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Brauchen wir aber nicht mehr Erkenntnisse und Wissen, um z.B. die Ausbeutung mit technischen der Hauptenergiequelle von allem Leben auf diesem Planeten, der Sonnenstrahlung zu verbessern?
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Karl Marx hat mal gesagt, daß eine Gesellschaftsordnung verschwinden muß, wenn sie zum Hemmnis wird für die Entwicklung der Produktivkräfte. In einer Gesellschaft, die sich gerne eine Wissensgesellschaft nennt, ist es geradezu ein Verbrechen, die Weitergabe von Wissen und Erkenntnissen zu verhindern.
Was ist eigentlich gegen das BKA einzuwenden? Warum braucht der Staat, der von uns allen bestallt wird, in seinem Gewaltmonopol eine andere Aufsicht als die durch das Grundgesetz vorgesehene? Weil Sie der Ansicht sind, Sie oder irgendwer sonst kennten sich besser aus? Weil für wilkürlich durch Sie bestimmte Lebensbereiche Sonderregeln gelten sollen?
Warum eigentlich?
Warum ist es eigentlich so sonderbar, dass man geltende Gesetze durchsetzen will? Noch dazu, wenn sie Sachverhalte betreffen, die jenseits aller Diskussion liegen -- (Kinder)pornographie, Nazikram etc.?
Knobloch, Bahr, Glotz alle waren da...
Das die Bemerkung über die "Junge Freiheit" nicht informiert gewesen zu sein wenig clever war, mag sein. Aber er gehört damit zu einer Reihe von Interviewpartner die deutlich hochkarätiger sind. Charlotte Knobloch, Egon Bahr, Peter Glotz... Im Zuge des Wahlkampfes wird so etwas natürlich gerne übersehn. Der Inhalt des Interviews ist im Rahmen politischer Berichterstattung natürlich Nebensache.
Das man über eine junge Partei nicht nur im Wahlkampf eine Schlammlawine rollen lässt ist üblich, und wenn diese drei Jahre alte Partei nicht nur in Deutschland sondern in vielen Ländern Erfolge hat , so beschleicht manchen Berufspolitiker die Angst. Ein erstarken einer neuen Bewegung ist immer ein Barometer für das eigene politische Unvermögen. Aber so etwas gibt man ja nicht gerne zu. Das die etablierten Parteien ein Problem beim Thema Bürgerrechte haben ist nicht neu. Wer hinter die oberflächlichen Sprüche von Schäuble und von der Leyen schaut, merkt, dass diese ganz anderes im Schilde führen als sich gegen illegale Netzinhalte aufzulehnen. Es ist die Angst der Politiker vor dem eigenen Volk. Ein paar Piraten würden diesem Bundestag gut tun.
Junge Menschen sind doch politisch - so was lästiges aber auch...
der angelsächsichen Weltherrschaft von USA und GB.. Die Gold beladenen Schiffe der spanischen Armade wurden im 17. Jahrhundert auf dem Weg von Südamerike nach Europa von sogenannten - vom Königshaus Englands befohlen und beförderten - Piratenschiffen überfallen und geplündert. Da waren auch die Schiffe der englischen Marine als Piratenschiffe getarnt. So gesehen sollte man die Piratenbewegung nicht auf die leichte Schulter nehmen..
Es ist kein besonders guter Artikel. Jedenfalls sind die Ziele dieser Partei sehr
diffus darin beschrieben. Ich habe mich deshalb im Internet schlau gemacht und
stoße im Parteiprogramm ansatzweise auf unterschwelligen Anarchismus.
Mit Piraten hat es nichts zu tun?
Mal ehrlich: das soll es dann sein? Die Welt wird sich regeln, wenn man sie nicht regelt? Keine "Zensur" gegen ganz offensichtlich kriminelle und widerliche Inhalte des Netzes? Die soll ich also einfach hinnehmen, besser noch, sie sollen einfach so frei zugänglich bleiben? Da wird es schnell unappetitlich, wie man bereits hier im Forum sieht. Ernst Zündel soll also ein armer, verfolgter Sucher der Wahrheit sein? Sich herauszureden, man könne das nicht ändern, ist zynisch.
Es ist offenbar nicht so modern, einen starken Staat zu wollen, aber es erscheint mir doch sehr zeitgemäß. Selbstverständlich muss die Öffentlichkeit vor dem Mist, der sich von selbst zu verbreiten scheint (nichts ist falscher als diese Einschätzung) bewahrt werden. Wie wäre es damit: was, wenn die Verrohung allenthalben (Sex udn Gewalt) tatsächlich auf die unbegrenzte Verfügbarkeit dieser Inhalte an den Fingerspitzen eines jeden zurückzuführen sei? Das ist vielleicht unbequem, aber wie man das ausblenden kann, ist mir vollständig unerklärlich.
Die Piratenpartei ist ein guter Indikator unserer gesellschaftlichen Zustände: alles für das Individuum, nichts für die Allgemeinheit. Nach uns die Sintflut. Immerhin müssen wir da nicht mehr lange warten.
Das ist in meinem Verständnis ein romantisierendes Wort für Mörder, Räuber und Diebe. Wer sich so nennt, kann nicht seriös sein.
Die Piratenpartei überzeugt nicht
Die Piratenpartei überzeugt nicht. Denn es geht dieser Partei zumindest bis jetzt nicht wirklich um das bereite Spektrum der bürgerlichen Freiheiten, die in den letzten Jahren eingeschränkt wurden. Informationelle Selbstbestimmung, Urheberrecht und Patentrecht. Dies geht, wenn man Deutschland im Ganzen betrachtet, nur wenige etwas an. Würde die Partei ihr Themenfeld ausdehnen, zum Beispiel auf die Freie Rede, den Schutz des Privatbesitzes oder das Demokratiedefizit in der Europäischen Union, so könnte sie ihre Wählerbasis erweitern. Die derzeitige Selbstbeschränkung wirkt fadenscheinig. Denn wenn man in Parlamente will, sollte man zu Allem eine Meinung haben. Oder will man sich bei der Hälfte der Abstimmungen enthalten? Auch würde mich mal die Meinung der Piratenpartei zum Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz (Antidiskriminierungsgesetz) interessieren. Dazu finde ich nichts.
Die Zeitung war ihm nicht bekannt...
Was soll hier diese scheinbar sachliche Berichterstattung im Zusammenhang mit der Jungen Freiheit? Der Skandal ist nicht, dass ein Funktionsträger der Piratenpartei der JF ein Interview gibt. Der Skandal ist, dass andere daran Anstoß nehmen - und durch die Blume leider selbst meine Leib- und Magen-Zeitung FAZ... Sind wir doch einmal ehrlich: Alles was in diesem Land nicht links ist - oder zumindest linksliberal (und sich dann Mitte nennt) - wird verteufelt. Wenn die FAZ hier nicht wieder "bekennend" wird, dann brauche ich die in Zukunft so wenig, wie ich in der Vergangenheit aufgehört habe, die Welt oder den Rheinischen Merkur zu lesen...
> Je mehr Erfolg er mit seinen Anhängern hat, um so mehr wird dies die künftigen
> Aufgaben der jungen Polizisten an jenem Samstag am Potsdamer Platz
> mitbestimmen, aber auch die der Unternehmen ...
> mit der [en Software] auch dieser Text geschrieben wurde.
Zum Glück werden sie nicht bestimmen können, was mit der Software passiert, mit der dieser Beitrag verfasst wurde, genauso wenig wie die jetzige Regierung oder gewisse Unternehmen es können.
Mozilla/5.0 (X11; U; Linux *; *; rv:*) Gecko/* Iceweasel/* (Debian-*)
Die Piratenpartei ist nicht nur eine Randerscheinung. Sie ist die Stimme einer Generation die mit dem Internet aufgewachsen ist und die sich nicht länger von Politikern regieren lassen möchte, welche Gesetzte über den Köpfen der Wähler und gegen den Willen des Volkes verabschieden. Politik ist für diese Generation zu einem abschreckendem Begriff geworden, da es scheint dass Politik alleine von Politkern und Großkonzernen bzw. Lobbyisten gemacht wird. Die Piratenpartei setzt sich für den gläsernen Staat ein und damit auch für eine Politik, die für jeden verständlich ist. Alleine diese Tatsache macht sie für Wähler aller Generationen interessant.
Wenn es nach der Bundestagswahl so weiter geht und die Partei nicht in ein tiefes Umfrageloch fällt, dann kann man auf nächste Landtags-, Kommunal- und Bundestagswahlen gespannt sein.
Endlich mal ein sachlicher Artikel über die Piratenpartei!
Klarmachen zum Ändern!
Naja: "jungen, gut ausgebildeten Wählern, .... Computerwelt auskennen"
Wer sich richtig auskennt und mit Software seinen Lebensunterhalt verdient, sollte lieber nicht die Piratenpartei waehlen. Eine Kulturflatrat, die auch Software miteinbindet? Oder eine radikale Abschaffung der Uhrheberrechts wie es heute fuer Software benutzt wird? Das ist fuer fast alle finanzieller Selbstmord. Uebrigens auch fuer "freie Software", gerade wenn sie GPL Lizensierung benutzt: Nur ueber das Uhrheberrecht und entsprechender Lizensierung kann die GPL andere zwingen, auch Ihren Code zu veroffentlichen.
In meinem Bekanntenkreis aus der Softwareindustrie werden diese Forderungen der Piratenpartei nur mit Kopfschuetteln registiert.
Abschaffung von Software-Patenten ist sicherlich eine sinnvolle Forderung.
Bei mir verfestigt sich immer mehr der Eindruck, dass hier mit populistischen Mitteln die Stimmen von den Waehlern gesammelt werden sollen, die bei piratebay Filme, Software und Buecher runterladen und dabei (meist zurecht) ein schlechtes Gewissen haben.
Und um Musik geht es gar nicht mehr: Man schaue sich mal die Top 100 von piratebay an: http://thepiratebay.org/top/all , fast nur Software und Filme.
Hmm naja, es ist ja so, dass nicht nur Patente an sich, sondern auch der gesamte Schutz des geistigen Eigentums abgeschafft werden sollen. Frei nach dem Prinzip "Deine Idee gehört uns allen." Wie man dem zustimmen kann, ist mir ein Rätsel. Klar ist es spaßig, wenn man mit dem geistigen Eigentum anderer dann plötzlich Geld machen kann, aber was, wenn andere das dann mit dem eigenen auch tun?
Des Weiteren frage ich mich, ob wir keine anderen, größeren Probleme haben, als Internetsperren usw.. Ja klar, die Entwicklung sehe ich auch sehr dramatisch, allerdings ist es mir unverständlich, wie man in der Zeit der Massenarbeitslosigkeit und -armut sein gesamtes Parteiprogramm auf solch' ja doch nicht ganz existenziellen Dinge ausrichten kann. Aber naja, darum leben die meisten Wähler halt auch noch bei Mutti, denn da brauchen sich ja noch keine Sorgen um solche Dinge zu machen. Allein diese Annahme ist zwar schon arg pauschalisierend, aber wenn man sich die Anhänger der Piraten, die in allen Foren aufdringlich ihre Flaggen posten, anschaut, dann kann man gar nichts anderes annehmen. So traurig es auch sein mag, zumal die Partei auf ihrer Seite von sich selbst behauptet, zu anderen politischen Themen noch keine Meinung zu haben.
"junge, gut ausgebildete Menschen, die sich mit der Computerwelt auskennen"
Moin,
als wären WählerInnen, die sich in anderen Parteien engagieren alt und schlecht ausgebildet. Zudem alle Computer-Spezialisten in die "anarchische Freiheitsecke" zu stellen ist genauso falsch wie alle, die 1968 Jugendlich/junge Erwachsene waren der RAF zuzuordnen.
Was die "Freiheit der Daten" angeht: Kontrolle ist nicht in jedem Fall falsch und zu starke Kontrolle nicht in allen Fällen richtig - jede/r die/der [ein] Kinde[er] hat weiss das.
ohne Springer, Holtzbrinck, Mohn und Burda? Intransparente Staatsapparatschicks die Milliarden von Steuergeldern ohne Kontrolle an Ihre Lobbyisten verteilen. Wohltaten von Hartz IV bis zum katastrophalen Pharma (Gesundheits) System, abrauchende Atomkraftwerke der 4 Energielobbyisten die den Ausschuss namens Atommüll beim Steuerzahler abladen!
Die Angst der Etablierten Abkassierer vor Transparenz ist D Achilles Ferse! Ich, Familie sowie Bekannte werden die Piraten Transparenz wählen!
Polarisierung entlang neuer Achsen
Ob die Piratenpartei bestehen wird, kann natürlich niemand vorhersagen, aber die dort manifesten Ideen sprechen, zusammen mit den Erfolgen der Linkspartei, für eine hochinteressante ideele Polarisierung:
Während man auf der einen Seite die Linkspartei als Forderer großer, starker, zentral (am Besten staatlich) gehandhabter Betriebe sieht (denn genau solche sind für die von dieser Partei gewünschte Strukturverkrustung notwendig), hat man nun die Piratenpartei mit der Forderung, die Monopolkräfte (manifest im künstlich erschaffenen `intellektuellen Eigentum', also in Form von Patenten, Warenzeichen (bis zu einem gewissen Grad) und so weiter) zu schwächen und damit zu einer Egalisierung des Marktes beizutragen-- also einer Welt, in der der begnadete Zeichner von nebenan zusammen mit einer befreundeten Schreiberin legal neue Mickey-Mouse-Abenteuer zeichnen und sich damit sein Brot verdienen kann; man kennt dieses Phänomen (wenn auch als `illegal aber toleriert') ja aus Japan.
Beide Positionen mögen sich in der gewünschten Marktform diametral gegenüberstehen, sie haben aber beide das gleiche Problem: wie soll großangelegte Forschung in dieser Welt noch finanzierbar sein? Wenn die PP mir das beantworten kann, hat sie mich überzeugt.
Carsten Knop Jahrgang 1969, Redakteur in der Wirtschaft, verantwortlich für die Unternehmensberichterstattung, zuständig für „Die Lounge“.
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