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Bundestagswahl Mehrheit für Schwarz-Gelb wackelt

23.09.2009 ·  Lange lag ein schwarz-gelbes Bündnis in den Umfragen vorn, nun ist der Vorsprung auf ein Minimum geschrumpft: Nach einer Forsa-Umfrage beträgt der Abstand auf SPD, Grüne und Linkspartei nur noch einen Prozentpunkt. Auch Kanzlerin Merkel verliert demnach an Sympathie.

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Wenige Tage vor der Bundestagswahl ist der Vorsprung von CDU/CSU und FDP laut einer aktuellen Umfrage auf ein Minimum geschrumpft. Nach der am Mittwoch veröffentlichten letzten Erhebung des Forsa-Instituts für „Stern“ und RTL vor der Wahl am Sonntag beträgt der Abstand zu SPD, Grünen und Linkspartei nur noch einen Prozentpunkt. Das ist der bisher knappste Vorsprung für Schwarz-Gelb in diesem Jahr überhaupt.

Dem „Stern“/RTL-Wahltrend zufolge kann die Union mit 35 Prozent der Stimmen rechnen. Dies wären zwei Prozentpunkte weniger als in der Umfrage vom Montag voriger Woche, die direkt nach dem Fernsehduell zwischen Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und SPD-Herausforderer Frank-Walter Steinmeier veröffentlicht wurde. Auf die FDP entfallen in der Umfrage unter 2503 Bundesbürgern 13 Prozent (plus 1). CDU/CSU und Liberale kämen damit gemeinsam auf 48 Prozent gegenüber 47 Prozent für SPD, Grüne und Linke. Die SPD steigerte sich in der vergangenen Woche damit um zwei Prozentpunkte auf 26 Prozent. Die Grünen liegen stabil bei 11 Prozent, die Linke unverändert bei 10 Prozent. Noch im Februar hatten die drei Parteien um zusammen acht Punkte gegenüber Schwarz-Gelb zurückgelegen. Für sonstige Parteien würden demnach fünf Prozent der Wähler stimmen (-1).

Auch Kanzlerin Merkel hat nach der Befragung deutlich an Sympathie verloren. Wenn die Deutschen den Regierungschef direkt wählen könnten, würden sich demnach nur noch 49 Prozent für die Amtsinhaberin entscheiden, das wären sieben Prozentpunkte weniger als am Montag vergangener Woche. SPD-Kanzlerkandidat Frank-Walter Steinmeier konnte sich um zwei Punkte auf 26 Prozent steigern. In einem „Stern“-Interview sagte Forsa-Chef Manfred Güllner, Steinmeier sei es gelungen, einen Teil der SPD-Abwanderer wieder einzufangen. Die Anhänger der Sozialdemokraten stünden nun geschlossen hinter ihm: 76 Prozent von ihnen wünschten, dass er ins Kanzleramt einziehe. Im Laufe des Jahres hatte der Wert zuvor zwischen 50 und 60 Prozent geschwankt. Die Umfrage wurde von Dienstag letzter bis Montag dieser Woche durchgeführt.

Nach einer repräsentativen Umfrage des Berliner Institutes Info GmbH im Auftrag der Zeitung „Handelsblatt“ erreichen Union und FDP zusammen sogar nur noch 46 Prozent der Stimmen, SPD, Grüne und Linke hingegen 49 Prozent. Die Union rutscht in dieser Umfrage auf 34 Prozent ab, die FDP auf 12 Prozent. Das ist nach Angaben des Instituts der schwächste Wert für das schwarz-gelbe Lager seit Beginn der heißen Wahlkampfphase Anfang Juli. Die SPD kann sich danach auf 27 Prozent verbessern, die Linke erreicht 12 Prozent, die Grünen 10 Prozent.

Die Allensbach-Umfrage der F.A.Z. sieht die Chancen für Schwarz-Gelb hingegen etwas besser: Danach kommen CDU und CSU zusammen auf 35 Prozent, der Wunsch-Koalitionspartner FDP auf 13,5 Prozent. Die SPD könnte demnach mit 24 Prozent der Stimmen rechnen. Die Grünen kämen auf 11 Prozent, die Linkspartei auf 11,5 Prozent. (siehe auch: Allensbach erwartet niedrige Wahlbeteiligung)

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