10.10.2009 · Die FDP will die Laufzeitverlängerung von Atomkraftwerken an Bedingungen knüpfen. Ziel der FDP sei es, langfristig zu einer Energieversorgung auf Basis erneuerbarer Energien zu kommen.
Die FDP will die Laufzeitverlängerung von Atomkraftwerken an Bedingungen knüpfen. „Vor einer möglichen Verlängerung der Laufzeiten für sichere und leistungsfähige Kernkraftwerke muss jedes einzelne Kernkraftwerk, unabhängig vom Alter des Werkes, einer individuellen Sicherheitsprüfung standhalten“, sagte der stellvertretende nordrhein-westfälische Ministerpräsident Andreas Pinkwart (FDP) der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“ (F.A.S.).
Ziel der FDP sei es, langfristig zu einer Energieversorgung auf Basis erneuerbarer Energien zu kommen. „Die Verlängerung von Laufzeiten kann nur Teil eines energiepolitischen Gesamtkonzeptes auf dem Weg dahin sein“, sagte Pinkwart. Schon zuvor war bekannt geworden, dass die FDP Schleswig-Holstein die störanfälligen Reaktoren Krümmel und Brunsbüttel dauerhaft stilllegen wolle.
„Die Union muss nun zeigen, wie mutig sie ist“
Pinkwart fordert von der Union mehr Mut zu Reformen gefordert. „Die Union muss nun zeigen, wie mutig sie ist. Deutschland braucht einen Aufbruch“, sagte Pinkwart. Aufgabe der Liberalen sei es, die Union anzutreiben. „Als Motor und Kompass ist es Aufgabe der FDP, im Bund so wie schon in Nordrhein-Westfalen, die Union auf den Pfad der Erneuerung zu führen.“
Pinkwart zeigte sich zuversichtlich, dass sich die Union bei den Koalitionsverhandlungen auf die FDP zubewege. „Nach einer Phase der Umgewöhnung ist die Union wohl bereit, einen gemeinsamen Neuanfang zu wagen. Von den kleinen Lösungen in der großen Koalition müssen wir zu einer Politik großer Antworten auf große Herausforderungen finden“, sagte Pinkwart.