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Börsen-Historie Ende der Rezession wäre ein gutes Signal

27.07.2009 ·  Die jüngsten Konjunkturzahlen nähren die Hoffnung, dass die Rezession im Juni ausgelaufen ist. Laut Ned Davis Research wäre dies ein positives Kurssignal. Denn in vergleichbaren früheren Fällen sind die Kurse danach gestiegen.

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Zuletzt hat sich an den Börsen wieder mehr Optimismus breit gemacht. Genährt wird die Hoffnung von einer besser als befürchtet laufenden Berichtssaison und Hinweisen von den jüngsten Konjunkturzahlen, die auf ein Ende der Talfahrt hinweisen könnten.

Auch die Analysten bei Ned Davis Research gehen davon aus, dass die amerikanische Wirtschaft im Juni ihren Boden gefunden hat und es im Juli erstmals wieder aufwärts geht. Zur Untermauerung dieser These verweist Chef-Investment-Stratege Tim Hayes auf den Index der konjunkturellen Frühindikatoren, die nunmehr drei Monate in Folge gestiegen seien. Und demnach weisen auch andere Indikatoren in diese Richtung.

Für die Aktienmärkte ist dies aus historischer Sicht ein gutes Zeichen. In neun von zehn Fällen sind die Kurse in der Vergangenheit nach dem Ende einer Rezession gestiegen. Im Schnitt kletterte der S&P 500 Index in den ersten sechs Monaten danach um neun Prozent und in den ersten zwölf Monaten danach um 14 Prozent.

Nebenwerte und Zykliker in der Favoritenrolle

Allerdings ist das ein geringeres Plus, als es sich typischerweise nach dem Erreichen eines Kursbodens im Zuge einer Rezession einstellt. In der Vergangenheit reichte es zu einem Plus von 24 Prozent nach sechs Monaten und von 32 Prozent nach zwölf Monaten. Auch jetzt gehen die Analysten von Ned Davis Research davon aus, dass sich das Anstiegstempo der Kurse verringern wird.

Bei den Nebenwerten rechnen sie zudem damit, dass sich deren in der Regel stärkerer Anstieg verglichen mit den Standardwerten nach dem Erreichen eines Kursbodens auch nach dem Ende der Rezession fortsetzen wird. Doch auch hier dürfte die bessere Wertentwicklung demnächst nicht mehr so stark ausfallen wie in den vergangenen Monaten. Im Schnitt reichte es historisch gesehen nach dem Ende der Kurstalfahrt zu einem Vorsprung der Nebenwerte von zehn Prozent sechs Monate danach und zu einem Plus von sieben Prozent nach dem Ende einer Rezession.

Eine gewisse, allerdings nicht sehr ausgeprägte Outperformance haben auch Zykliker nach dem Ende einer Rezession aufzuweisen. Abzulesen ist das an der Entwicklung des Morgan Stanley Cyclical Index und des Morgan Stanley Consumer Index (siehe Chart).

Bei den Technologiewerten, die an der Nasdaq gehandelt werden, ist zudem typischerweise zu beachten, dass deren Rally, die sich nach Erreichen des Kursbodens einstellt, verglichen mit dem NYSE Composite Index nach dem Ende einer Rezession praktisch in Luft auflöst.

Ned Davis glaubt trotz der Historie weiter an IT-Aktien

Unter den sonstigen Branchen favorisieren die Analysten von Ned Davis Research Energie, Grund- und Baustoffe sowie Nicht-Basiskonsumgüter, während Telekomdienstleister, Nicht-zyklische Konsumgüter und Gesundheit untergewichtet werden, was im Einklang mit der historischen Wertentwicklung steht, mit der die Branchen früher nach dem Ende einer Rezession abgeschnitten haben.

Übergewichtet wird außerdem auch der IT-Sektor, obwohl diese Branche nach dem Rezessionsende normalerweise nicht mehr glänzte. Doch bei Ned Davis Research denkt man, dass kleinere Technologiealtie und Frühzykliker wie Halbleiterwerte zunächst noch besser abschneiden werden. Zudem könnte der Produktzyklus dieses Mal diesen Branchen weiter auf die Sprünge helfen, so Tim Hayes.

Die in dem Beitrag geäußerte Einschätzung gibt die Meinung des Autors und nicht die der F.A.Z.-Redaktion wieder.

Quelle: @JüB
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