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Börsen-Historie Arbeitsplatzabbau muss kein Vorbote fallender Aktienkurse sein

22.12.2008 ·  Die massiven Arbeitsplatzverluste in Amerika schüren die Sorge vor weiter fallenden Aktienkurse. Doch wie eine von Standard & Poor´s ermittelte Statistik zeigt, stieg der S&P 500 Index im Jahr nach dem Arbeitsplatzabbau meistens.

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Die Arbeitslosenquote in Amerika ist im November bekanntlich auf den höchsten Stand seit 15 Jahren gestiegen. Konkret gingen nach Angaben des Washingtoner Arbeitsministeriums 533.000 Stellen verloren - ein massiver Einbruch wie seit Ende 1974 nicht mehr. Die Erwerbslosenquote stieg damit von 6,5 Prozent im Oktober auf nun 6,7 Prozent. Zuletzt war im Oktober 1993 eine höhere Rate verzeichnet worden. Bis November beläuft sich die Zahl der in diesem Jahr bisher verlorenen Arbeitsplätze auf fast zwei Millionen, was fast so viele sind wie im Rekordjahr 1982, als 2,1 Millionen Stellen abgebaut wurden.

Nachdem die Zahlen noch schlechter ausgefallen sind als es ohnehin schon befürchtet worden war, verstärkten sich bei den Anlegern die Sorgen, wie wohl die Börse auf die steigende Zahl an Arbeitslosen reagieren wird. Zumal zwischenzeitlich von den Behörden auch statistisch bestätigt wurde, dass sich Amerikas Wirtschaft in einer Rezession befindet. Doch bis jetzt haben die Märkte diese Hiobsbotschaft gut weggesteckt. Selbst am Tag der Datenbekanntgabe legte der S&P 500 Index zu und bis heute konnte er sich leicht im Plus behaupten.

Börsenhistorie macht Mut

Und die Statistik macht durchaus Mut, dass der S&P 500 Index das negative Arbeitsmarktumfeld auch künftig relativ gut überstehen kann. Denn in der Vergangenheit konnte der Index im Folgejahr durchaus überzeugen. Wie Sam Stovall, Chefinvestmentstratege bei Standard & Poor´s, in einer Ausarbeitung erläutert, ist der S&P 500 in den vierzehn Fällen, in denen die Zahl der verlorenen Arbeitsplätze gestiegen ist, sieben Mal gefallen und im Schnitt steht für diese Jahre nur ein unterproportionales Plus von 4,7 Prozent zu Buche.

Doch im folgenden Kalenderjahr fuhr der S&P 500 zwölf Mal Kursgewinne ein und zehn Mal reichte es sogar zu zweistelligen prozentualen Kurszuwächsen. Insgesamt beliefen sich die Anstiege im Schnitt auf beachtliche 16,6 Prozent (siehe Tabelle). Offenbar setzen die Anleger nach dem Abbau von Arbeitsplätzen, der meist relativ spät im Konjunkturzyklus einsetzt, auf eine anschließende wirtschaftliche Erholung.

Standard & Poor´s gibt sich optimistisch

Wie immer sind Vergangenheitsergebnisse an den Finanzmärkten keine Garantie für vergleichbare Entwicklung in der Zukunft. Doch für den Fall, dass sich der Stellenabbau im Jahr 2009 nicht noch einmal beschleunigt, macht diese Statistik doch zumindest etwas Mut.

Nach den in diesem Jahr bereits eingefahrenen deutlichen Kursverlusten glauben die Experten beim amerikanischen Finanzdienstleister Standard & Poor´s auch dieses Mal daran, dass sich die amerikanische Konjunktur Mitte 2009 wieder bessern wird. Und auf Basis dieser Annahme sagen sie für den S&P 500 Index, der momentan bei 887 Zählern notiert, einen Anstieg bis auf 1.025 Punkten voraus.

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