24.08.2007 · Meistens funktionieren die Finanzmärkte spannungsfrei, doch besonders nach langen Hausse-Phasen neigen sie zu Krisen. Antworten auf Fragen, die der Wirtschaftsredaktion der F.A.Z. in den vergangenen Tagen von Lesern häufig gestellt wurden.
Die internationalen Finanzmärkte sind groß, einflussreich und unübersichtlich. Zu den Banken und Versicherungen sind im Laufe der Jahrzehnte eine Vielzahl weiterer Teilnehmer getreten, darunter Investment- und Pensionsfonds, Hedge-Fonds und Private-Equity-Unternehmen. Meistens funktionieren die Finanzmärkte spannungsfrei, doch besonders nach langen Haussephasen neigen sie zu Krisen. Dieses Spezial liefert Antworten auf Fragen, die Leser in den vergangenen Tagen häufiger der Wirtschaftsredaktion der F.A.Z. gestellt haben.
Ausgelöst wurde die Krise vor wenigen Wochen. Aber ihre Vorgeschichte reicht viele Jahre zurück. Sie begann auf dem amerikanischen Immobilienmarkt: Vielen Häuslebauern finanzierten die Banken das Eigenheim, auch wenn die Sicherheiten der Bauherren eigentlich nicht ausreichten. „Subprime“ - zweitklassig - nannten die Bankexperten dieses spezielle Marktsegment.
Auf der anderen Seite standen deutsche Banken, die nach der Jahrtausendwende in eine schwere Krise geraten waren und eine höhere Rendite anstrebten. Doch die Renditen fielen auf allen großen Finanzmärkten der Welt auf Niedrigstände. Daraufhin investierten die Banken verstärkt in Anleihen, die etwas höhere Zinsen versprachen als die - sicheren - Schuldtitel der einzelnen Regierungen: Unternehmensanleihen zum Beispiel oder Anleihen aus Schwellenländern. Aber sie kauften eben auch die Kredite auf dem „Subprime“-Markt auf. Von denen wollten sich die amerikanischen Banken, die ursprünglich diese Darlehen gewährt hatten, trennen - meistens, um weitere „Subprime“-Hypotheken zu verkaufen.
Fragen und Antworten zu einem spannenden Stück Wirtschaftsgeschichte.