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Starker Euro Günstiger Urlaub im Ausland

03.04.2009 ·  Am Devisenmarkt war zuletzt viel Bewegung. Wer Euro in der Tasche hat, kann in Ländern wie Ungarn und Türkei günstig Urlaub machen. In England ist es sogar so günstig wie noch nie. Teuer sind hingegen die Schweiz, Japan und Irland.

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Die Kreditkrise hat ihre Spuren auch am Devisenmarkt hinterlassen. Viele Devisenkurse erlebten in den vergangenen Wochen und Monaten heftige Bewegungen. Das macht sich natürlich auch in der Urlaubskasse bemerkbar. Wer mit Euro im Gepäck möglichst günstig auf Ostereier-Suche gehen will, der wird vor allem in einigen europäischen Ländern fündig.

„Anders als vor einem Jahr hat sich in diesem Jahr zu Ostern der Wert des Urlaubs-Euros in vielen europäischen Destinationen erhöht, Ferndestinationen sind hingegen teurer geworden,“ fasst Stefan Bruckbauer, stellvertretender Chefvolkswirt der Bank Austria, die aktuellste Berechnung des Urlaubs-Euros zusammen.

England so günstig wie noch nie

Insgesamt ist der Wert des Euro zu Ostern 2009 rund ein Prozent höher als im Vorjahr. „Als eine der Folgen der Wirtschaftskrise haben einige Urlaubsländer in den letzten Monaten deutliche Abwertungen hinnehmen müssen, allen voran das Vereinigte Königreich, Ungarn und die Türkei“, so Bruckbauer weiter. Dies gilt auch für einige Länder, die nicht zu den Top-Zielen der Deutschen zählen, wie etwa Schweden, Rumänien oder Polen.

In Ungarn ist Aufgrund der deutlichen Abwertung seiner Währung der Wert des Euros erstmals seit drei Jahren mit 163 wieder der höchste unter den Top-Destinationen, gefolgt von der Türkei und Kroatien. Dann folgt bereits das Vereinigte Königreich. „In England erhält man derzeit für 100 Euro Waren und Leistungen im Wert von 125 Euro, 14 Prozent mehr als im Vorjahr“, so Bruckbauer ergänzt: „Aufgrund der Abwertung des Pfund ist England, relativ zu Deutschland, so günstig wie noch nie.“

Am meisten verloren hat der Urlaubs-Euro in diesem Jahr zu Ostern unter den Top-Urlaubsdestinationen in Amerika. Der Euro ist dort aufgrund der deutlichen Aufwertung rund 15 Prozent weniger wert als noch vor einem Jahr, allerdings bekommt man mit 114 noch immer mehr als in Deutschland. Erneut weniger als in Deutschland erhält man - unter den beliebtesten Destinationen - in Italien und vor allem in der Schweiz, trotz Abwertung in den letzten Wochen.

Asien und Nordamerika sind teurer, Südamerika billiger

Anders als für die meisten Destinationen in Europa führt die Abwertung des Euro gegenüber Asien oder Amerika in diesem Jahr zu Ostern dazu, dass im Durchschnitt der Wert des Euro in Übersee deutlich gegenüber dem Vorjahr gesunken ist, insgesamt um zwölf Prozent. „Für Überseereisende liegt der Wert des UrlaubsEuros deutlich niedriger, allerdings gibt es auch Ausnahmen wie Südamerika, Neuseeland oder Australien“, so Bruckbauer.

Deutlich an Wert verloren hat der Euro in Afrika, wo die hohe Inflation auch noch von einer Aufwertung begleitet wurde. Dies gilt auch für Asien, wo der Wert des Euros gegenüber Ostern vor einem Jahr um rund elf Prozent gesunken ist, dabei besonders stark in Japan und China mit einem Minus von rund 20 Prozent. Insgesamt dürften Japan, die Schweiz und Irland derzeit die teuersten Urlaubsdestinationen für Deutsche sein.

Einzelne Regionen können von den Durchschnittswerten abweichen

Die Ökonomen der Bank Austria weisen darauf hin, dass es sich um Durchschnittswerte handelt, einzelne Regionen (wie etwa London als Zentralregion) können davon abweichen. Das Preisniveau bezieht sich auf den Durchschnitt der Güter und Dienstleistungen in den einzelnen Ländern, einzelne Produkte (speziell für Touristen) können davon deutlich abweichen. Daher wurde auch für die Ferndestinationen kein Wert, sondern nur dessen Veränderung angegeben.

Zudem ist die Tatsache, dass das Preisniveau in einigen Urlaubsländern so viel günstiger als in Deutschland ist, vor allem auf das hohe Einkommensniveau in Deutschland zurückzuführen. Würde Deutschlands Preisniveau niedriger liegen, wäre auch das Einkommensniveau geringer - man könnte sich den Urlaub oft gar nicht leisten.

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