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Sparguthaben in Krisenzeiten Einlagensicherung gilt auch für viele Auslandsbanken

17.10.2008 ·  Seit der Schließung der isländischen Kaupthing-Bank fragen sich viele Kunden, die Tages- oder Festgeld bei einer ausländischen Bank angelegt haben, wie sicher ihr Geld ist. Entscheidend ist, wo die jeweilige Bank ihren Sitz hat und welchem Einlagenfonds sie angehört.

Von Petra Kirchhoff
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Seit der Schließung der isländischen Kaupthing-Bank fragen sich viele Kunden, die Tages- oder Festgeld bei einer ausländischen Bank angelegt haben, wie sicher ihr Geld ist. Grundsätzlich sind ausländische Banken nicht weniger sicher als deutsche. Entscheidend ist, wo die jeweilige Bank ihren Sitz hat und welchem Einlagenfonds sie angehört.

Die erste Sicherheitsstufe hat der Gesetzgeber eingezogen. Sparer, die ihr Geld bei einer Bank mit Sitz in der EU angelegt haben, bekommen nach einer aktuellen Erhöhung der EU-Länder im Insolvenzfall einen Höchstbetrag in Höhe von 50.000 Euro (bisher 20.000 Euro) ausgezahlt. Darüber hinaus gibt es freiwillige Sicherungssysteme, die von Nation zu Nation unterschiedlich sind und in der Regel über die gesetzliche Sicherung hinausgehen.

Kundeneinlagen zu 100 Prozent abgesichert

Der Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes deutscher Banken (www.bankenverband.de/einlagensicherung) gilt als besonders vorbildlich. Er soll die Kundeneinlagen zu 100 Prozent sichern. Rund 220 Institute machen über Umlagen mit, unter ihnen auch viele ausländische Banken. Über den Fonds sind Guthaben jedes einzelnen Kunden bis zur Höhe von 30 Prozent des haftenden Eigenkapitals der jeweiligen Bank gesichert. Bei den kleinsten Instituten sind 1,5 Millionen Euro je Anleger geschützt.

Quasi als Sahnehäubchen oben drauf hat die Bundesregierung jetzt noch eine Garantieerklärung für alle Spareinlagen in Deutschland abgegeben, die auch für ausländische Banken gelten soll, die Mitglied der deutschen Einlagensicherung sind.

Zu ihnen gehört auch die ING Diba, eine hundertprozentige deutsche Tochter der niederländischen ING-Group. Bei der Diba erhielte, berechnet auf Basis der Höhe des haftenden Eigenkapitals, jeder Kunde im Falle einer Insolvenz seine Einlagen bis zu einer Höhe von 1,23 Milliarden Euro zurück. Bei der indischen ICICI Bank, einer Zweigniederlassung der ICICI Bank UK Limited mit Sitz in London und ebenfalls Mitglied im deutschen Sicherungsfonds, wären es 1,5 Millionen Euro – also die Mindestsumme –, bei Cortal Consors, der deutschen Tochter des französischen Konzerns BNP Paribas, sind es 45 Millionen.

SEB: Maximal 576 Millionen Euro

Bei der SEB Bank, der deutschen Tochter eines schwedischen Finanzkonzerns, erhielte jeder Sparer im Insolvenzfall maximal 576 Millionen Euro, bei der Citibank wären es 243 Millionen Euro. Grundsätzlich gilt: Je größer die Bank, desto größer die mögliche Entschädigung.

Nicht-Mitglied im Sicherungsfonds der deutschen Banken ist zum Beispiel die luxemburgische Advanzia oder die niederländische Credit Europe Bank. Für Einlagen dieser Bank hat jedoch die niederländische Regierung eine Garantie in Höhe von 100.000 Euro pro Person abgegeben. Luxemburg garantiert 50.000 Euro je Sparer.

Nach Angaben des Bundesverbandes Deutscher Banken wurde der Einlagensicherungsfonds seit seiner Gründung 1976 bei 24 Insolvenzen in Anspruch genommen. Dabei seien alle Kunden voll entschädigt worden, inclusive Zinsen für ihre Guthaben.

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