Home
http://www.faz.net/-gdt-x1uf
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Olympische Spiele China unterbindet den freien Warenverkehr

 ·  Drastisch und ohne Vorankündigung beschränkt die chinesische Regierung Einfuhr, Ausfuhr und Transport von Industriegütern. Begründet wird das mit der Angst vor Terroranschlägen. Die Unternehmen fürchten jetzt hohe Verluste.

Artikel Bilder (1) Lesermeinungen (12)

Richtlinien für Lesermeinungen

Die FAZ.NET-Redaktion bietet allen registrierten und eingeloggten Nutzern die Möglichkeit, sich mit den aktuellen Beiträgen auf FAZ.NET konstruktiv und kritisch auseinanderzusetzen und eigene Leser-Kommentare zu veröffentlichen. Für jede Meinungsäußerung stehen 1000 Zeichen zur Verfügung. Voraussetzung für eine Veröffentlichung ist, dass die Verfasser und Verfasserinnen ihren wirklichen Namen nennen, d.h. in ihrer FAZ.NET-Registrierung den korrekten Vor- und Nachnamen eingetragen haben. Im Falle der Veröffentlichung des Leser-Kommentars weisen wir am Beitrag sowohl den Klarnamen als auch den Nickname des Lesers aus. Unter Pseudonym oder anonym verfasste Texte können nicht berücksichtigt werden.

Veröffentlicht werden nur Beiträge, die auf den jeweiligen Artikel und sein Thema seriös und sachbezogen eingehen. Links- und rechtsradikale, pornographische, rassistische, beleidigende, verleumderische sowie ruf- und geschäftsschädigende Inhalte können nicht berücksichtigt werden, ebenso wenig sachlich falsche oder in angemessener Zeit nicht nachprüfbare Behauptungen. Links sind in den Leser-Kommentaren von FAZ.NET nicht gestattet. Die Redaktion behält sich vor Leser-Kommentare zu kürzen oder zu modifizieren. Jeder verfasste Beitrag wird von der Redaktion geprüft und schnellstmöglich veröffentlicht, sofern er diesen Richtlinien für FAZ.NET-Lesermeinungen nicht zuwiderläuft. Nutzern, die wiederholt versuchen, den Richtlinien nicht entsprechende Beiträge zu veröffentlichen, kann die Registrierung entzogen werden.

Für veröffentlichte Meinungsbeiträge gewähren Sie uns das unentgeltliche, zeitlich und örtlich unbegrenzte und nicht ausschließliche Recht, diese Aussagen ganz oder teilweise zu nutzen, zu vervielfältigen, zu modifizieren, anzupassen, zu veröffentlichen, zu übersetzen, zu bearbeiten, zu verbreiten, aufzuführen und darzustellen, Dritten einfache Nutzungsrechte an diesen Aussagen einzuräumen sowie die Aussagen in andere Werke und/oder Medien zu übernehmen.

Wir möchten Sie ausdrücklich darauf hinweisen, dass der gesamte Auftritt von FAZ.NET von verschiedenen Suchmaschinen intensiv ausgewertet wird und die Inhalte dort auch gelistet werden. Das schließt die Leser-Kommentare automatisch ein, so dass diese auch über FAZ.NET hinaus im Internet jederzeit recherchierbar sind.

Schließen

Lesermeinungssuche (gesamt):
Sortieren nach
Rolf Jansen

Diktatur? Natürlich, ...

... denn in einem Rechtsstaat gibt es Rechtssicherheit für alle, u.a. auch für Unternehmen. Das chinesische Volk, Ausländer und Unternehmen sind bis auf Widerruf in China geduldet und der Widerruf kann jederzeit kommen. Was haben wir denn nun in China? A) Diktatur der Proleten --> Willkür und Wahnsinn werden zur Methode oder B) Diktatur des Proletariats --> Ausländische Unternehmen müssen die Möglichkeit von Enteignungen in Betracht ziehen. Mir fällt es im Moment schwer an Doofheit (A) zu glauben, ich halte die Rückkehr zu (B) für wahrscheinlicher. Vielleicht ist es ja auch Beides.

Empfehlen
Hu Wen
Hu Wen (huwen38) - 14.06.2008 14:31 Uhr

wir leiden darunter!

jetzte verstehe ich auch langsam, wieso es woviel Gegener von Olympiadspiel in anderen Laendern gibt. Das normale Leben besonders in Peking wird nun stark gestoert. Die Polizeikontroll findet nicht nur in U-Bahn Stationen sondern auch in Buerogebaueden statt, in denen viel auslaendische Firmen sich niederlassen. Das Visum mit 1-jaehriger Gueltigkeit und mehrfacher Einreise wird auch nicht mehr erteilt. Das alles hoffentlich ist nur voruebergehend. Aber man soll das Thema nicht uebertreiben oder politisieren wie viel Vorreder. Es geht um die Sicherheit nicht nur fuer das Spiel sondern auch alle Sportler aus der ganzen Welt, darunter auch aus Deutschland. Man moechte nur die Tragoedie in Muenchen von 1972 vermeiden.

Empfehlen
Alexander Sobeslavsky

Lippenbekenntnisse

Es ist ja immer noch so, dass Geschäft mit China, Russland usw. etwas Anrüchiges, etwas nicht politisches Korrektes, teilweise auch etwas Belächeltes haben. Nun wird von China aus mal ein zeitweiliger Schlußstrich gesetzt und alle schreien auf. Wo bleibt denn nun die political correctness und die "wohlgemeinten" Ratschläge an China? Das ist doch einfach nur die Konsequenz, die Hinz und Kunz immer einfordern, dann bitte auch mal auf milliardenschwere Gewinne verzichten und weiter "rumsülzen".

Empfehlen

vielleicht ein Trick

um die Ausländischen Unternehmen auf Dauer zum günsigen Verkauf ihrer Unternehmen an die Chinesen zubringen...man verdirbt ihnen das Geschäft und schlägt dann günstig zu... mit Sicherheit hat das jedenfalls nichts zutun

Empfehlen
oldgod (oldgod) - 14.06.2008 09:32 Uhr

Aber hallo!!!!

Was sind denn das für Aufregungen? Erstens: Chinas Politbüro hat bis jetzt noch nie ein Wort darüber verloren, dass das Land auf einem kapitalistischen Wege sei. Zweitens: "An alles was gut schmeckt tut man sich sehr schnell gewöhnen". Jeder, der jetzt aufschreit: Diese Diktatur!!!, trägt Klamotten, benutzt Geräte, und und und made in China. Drittens: Der Westen wollte unbedingt eine globale Marktwirtschaft bekommen, die hat er jetzt. Wer setzt die Spielregeln? Natürlich derjenige, der am stärksten ist. Die absolute Masse ist heutzutage damit beschäftigt ihre Pfennige zusammenzuzählen und in Bild zu lesen was mit der SPD passiert. Hat denn einer bemerkt, dass es hierbei nur darum geht, dass die FIRMEN sich darüber aufregen, dass "die Chinesen so frech" geworden sind? Es geht nicht um die Wirtschaft, nicht um irgend etwas, ausser dass man um seine Margen bannt. Da könnte man sie doch direkt fragen: wieso ist euch der Westen so fremd geworden?

Empfehlen
Martin Neumann

einfach überfordert!

Wenn ein Land wie China, innerhalb von wenigen Jahren durch sehr hohe Wachstumsraten aufsteigt, dann bleibt sehr vieles auf der Strecke. Bildung, Erfahrungen, internationale und nationale Politik im Vergleich zum Westen, schlicht und einfach die Qualität bleibt zurück. Es wundert daher nicht, das einfache Methoden zu einer "Kindergartenmenthalität" führen. Transportbeschränkungen und Visabeschränkungen sind da nur die Spitze vom Eisberg. Ob man mit solchen Beschränkungen tatsächlich die Sicherheit bei Olympia erhöht, weiss niemand. Es werden damit natürlich auch noch andere Ziele verfolgt! Man steht unter einem sehr hohen Druck durch die Olympiade, der leider hausgemacht ist. Nach den Ereignissen in Tibet bricht mehr oder wenig Panik in den Behörden aus. Ob die Olympiade am Ende ein internationaler Gewinn für China ist, bleibt abzuwarten. Sicher ist, das China die Olympiade als sehr großen Erfolg auslegen wird.

Empfehlen
Gabor von Zoltan

Am Schluss lagern sie die Spiele selber aus!

Eben: Willkür trifft nie nur die Anderen! Bloss scheint diese simple Erkenntnis, welche den geordneten Wohlstand und die Stabilität in Europa erst geschaffen hat, von den politischen Entscheidungsträgern vergessen zu werden, sobald sie einen Fuss in "vielversprechende Schwelleländer" setzen. Wie praktisch für China, dass deutsche Hilfe grad noch rein gelassen werden konnte. - Hr. Menzel: Die von Ihnen erwähnten, ganz besonders regierungsfreundlichen, Patrioten, die auch mal gerne deutsche Namen verwenden, suchen sich die Beiträge meiner Beobachtung nach sehr genau aus: Wo sie von Anfang an keinen Stich haben, weil das Thema zu offensichtlich macht, was mit und in Peking schief läuft, lässt sich keiner blicken. Bei relativ offenen Fragestellungen (z.B. "Pranger pro und contra") und wenn es um die Verteufelung des Dalai Lama geht oder wenn es einfach mal was Positives aus China zu vermelden gibt, dass dann gleich als glorreiche Leistung der kommunistischen Partei überhöht werden kann, so überschwemmen wahre Massen engagierter "Patrioten" dieses Forum. Ob mit oder ohne deutsche Namen.Bar jeder Vortellungskraft, was für ein offensichtliches Eingeständnis die versuchte Meinungsmache für uns darstellt!

Empfehlen
Sebastian Weinhammer

nicht so zimperlich

ach bitte. die in china produzierenden deutschen jammern nur deshalb über diese massnahme weil sie die bestechungkosten in die höhe treibt ! auch dieses gejammere von wegen "wir machen uns strafbar wenn wir waren am hafen umdeklarieren ...." sollte man sich besser sparen, wenn es einem sonst z.b. auch egal ist micro-lcd bildschirme die in (militärischen) zielvorrichtungen benutzt werden können als spielzeug deklariert nach china einzuführen. (anmerkung: deutschland ist der 3. grösste rüstungexporteur der welt!)

Empfehlen
Klaus D. Wolf

China unterbindet

wegen der "erhöhten" Terrorgefahr den freien Warenverkehr und verschäft die Einreise. Das kann man so sehen, aber die Maßnahmen sind offenbar nur vorübergehend. Im Gegensatz dazu sollen in Deutschland durch einen wildgewordenen Innenminister die Grundrechte der Bevölkerung auf DAUER im Namen der Terrorgefahr ausgehebelt werden und es soll ein totalitärer Überwachungsstaat etabliert werden. Was ist wohl gefährlicher - und für wen?

Empfehlen
Julia Wegener

Selbst Schuld, wer mit einer Diktatur Geschäfte macht.

muss sich auf Abenteuer einlassen!

Empfehlen
Konrad Fit

Herrmann Müller

Qin Gang, Sprecher des chinesischen Aussenministeriums, liess am 12.06.08 folgendes verlautbaren: Die Entwicklung der chinesisch-deutschen Beziehungen zeige momentan eine positive Tendenz. Die chinesische Regierung lege großen Wert auf die Beziehungen mit Deutschland. China wolle mit Deutschland mögliche Bedenken der anderen Seite auf der Basis des gegenseitigen Respekts, der Gleichberechtigung und des gemeinsamen Nutzens angemessen behandeln. Zugleich solle das gegenseitige politische Vertrauen zwischen beiden Ländern weiter intensiviert werden. Auch die bilaterale Zusammenarbeit müsse in allen Bereichen ausgebaut werden. Ziel sei es, die gute und stabile Entwicklung der chinesisch-deutschen Beziehungen zu fördern.

Empfehlen
Andre Sass
Andre Sass (andresass) - 13.06.2008 22:34 Uhr

Sollte das die Stecknadel sein

die, die China Blase zum Platzen bringt? Zur hohen Inflation und dem draus resultierenden Aufwaertsdruck auf die Waehrung kommt noch eine derartige Beschraenkung des Gueterverkehrs. Dies gepaart mit nachlassender Inverstionstaetigkeit nach den Olympischen Spielen und den hochbewerteten Aktien ergibt ein nettes Sueppchen.

Empfehlen
Weitersagen
Themen zu diesem Artikel

Jahrgang 1960, Wirtschaftskorrespondent für Südasien/Pazifik mit Sitz in Singapur.

Jüngste Beiträge