09.05.2008 · Den bisherigen Mengenrekord an Olympia-Maskottchen von Sydney 2000 (drei) übertrifft Peking mit gleich fünf „Fuwa“ (Glückskindern). Was ihnen an optischer Eingängigkeit fehlt, machen sie mühelos durch Bedeutungsgeladenheit wett.
Von Mark Siemons, PekingJixiangwu, Spitzenartikel des olympischen Merchandisings seit 1968 in Grenoble, meist ein landestypisches Tier mit Kindchenschema und sympathieträchtigem Symbolgehalt (vgl. Dackel Waldi 1972 in München).
Den bisherigen Mengenrekord von Sydney 2000 (drei) übertrifft Peking mit gleich fünf „Fuwa“ (Glückskindern): Beibei, Jingjing, Huanhuan, Yingying und Nini, deren erste Silben den Gruß „Beijing huanying ni“ ergeben, also: Peking heißt dich willkommen. Klare Formen sucht man bei den in jahrelanger Designarbeit entwickelten Figuren vergebens. Doch was ihnen an optischer Eingängigkeit fehlt, machen sie mühelos durch Bedeutungsgeladenheit wett.
Mindestens vier verschiedene Symbolebenen vereinigt jeder einzelne der Glücksbringer auf sich: die Farben der olympischen Ringe, repräsentative chinesische Tiere (Fisch, Panda, tibetische Antilope, Schwalbe sowie die Flamme der olympischen Fackel), traditionelle Glückwünsche, kosmische Elemente sowie sportliche Disziplinen, die diesen entsprechen. Im Interesse der Botschaft Frieden und Freundschaft sind die Fünf sogar für den Verkauf von Kondomen freigegeben.