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China Bürgerrechtler Li Guohong in Lebensgefahr

29.05.2008 ·  Nach einem Hungerstreik ist der in einem Arbeitslager inhaftierte chinesische Bürgerrechtler Li Guohong in Lebensgefahr. Das berichten Menschenrechtler in Peking. Li hatte sich gegen Massenentlassungen aus einem Staatskonzern eingesetzt.

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Der in einem Arbeitslager in der Provinz Henan inhaftierte chinesische Bürgerrechtler Li Guohong ist nach einem Hungerstreik in Lebensgefahr. Wie Bürgerrechtler am Donnerstag in Peking berichteten, sind seine Angehörige äußerst besorgt, nachdem ein Antrag auf Verlegung in ein Krankenhaus abgelehnt worden war.

Li Guohong aus der zentralchinesischen Metropole Chongqing ist Sprecher einer Gruppe von entlassenen Arbeitern und Angestellten des chinesischen Ölkonzerns China Petroleum Corporation CNPC. Der Staatskonzern hatte im Zug der Privatisierung seit dem Jahr 2001 an die sechshunderttausend Arbeiter entlassen und vielen entgegen den Bestimmungen nur eine einmalige Abfindung von etwa umgerechnet 5000 Euro gezahlt. Die Entlassenen haben ihren Anspruch auf Rente oder Krankenversicherung verloren.

Als Li Guohong diesen Missstand anprangerte und Klagen anstrengte, wurde er zuerst unter Druck gesetzt und dann festgenommen. Im vergangenen November wurde er von der Polizeistation der Central China Oilfield Corporation zu 18 Monaten Arbeitslager verurteilt. Diese Form der Haft per Polizeidekret ohne Urteil ist nach chinesischem Recht möglich und wird von Menschenrechtsorganisationen und westlichen Regierungen seit langem kritisiert.

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