22.07.2008 · 880 Millionen Menschen sprechen Mandarin als Muttersprache. Aber Millionen andere Chinesen verstehen dieses Idiom nicht - und ziehen ihren eigenen Dialekt vor. Aber die Schrift ist dieselbe. Wer in einer fremden Provinz nicht weiterkommt, schreibt seinen Wunsch einfach auf.
Von Christian GeinitzDas in China am meisten verbreitete Idiom ist das Hoch- oder Nordchinesische, das auch Putonghua, Guoyü oder Mandarin heißt. Es wird von etwa 880 Millionen Menschen als Muttersprache genutzt, ist in China Standard-, Schul- und Amtssprache. Allerdings meistern es Millionen Chinesen nicht, sie ziehen ihren eigenen Dialekt vor.
Die Verständigung im Vielvölkergemisch klappt dennoch, weil man identische Schriftzeichen nutzt. Wer in einer fremden Provinz nicht weiterkommt, schreibt seinen Wunsch auf oder zeichnet ihn mit dem Finger auf der Handfläche nach. Dieser Ausweg bleibt vielen Fremden verschlossen, weil sie nur die lateinische Umschrift lernen, das Pinyin.
Christian Geinitz Jahrgang 1968, Wirtschaftskorrespondent für China mit Sitz in Peking.
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