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Fackellauf durch Tibet Perfekte Show in Lhasa

23.06.2008 ·  Wie fragil die Lage in Tibet immer noch ist, zeigte die massive Präsenz nervöser Sicherheitskräfte beim Fackellauf. China hat einen Konfliktherd im eigenen Land geschaffen. Und es hat die Stirn, das Ausland dafür verantwortlich zu machen, dass es bei der Lösung bisher versagt hat.

Von Peter Sturm
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Wenn „Harmonie“ bedeutet, dass keine authentischen Gefühle geäußert werden dürfen, dann war die Show, die China in der tibetischen Hauptstadt Lhasa mit der olympischen Fackel veranstaltete, eine durch und durch harmonische Veranstaltung.

Wen Peking damit beeindrucken wollte, ist unklar. Denn gerade Chinesen wissen doch genau, was sie von den Inszenierungen ihrer Massenmedien zu halten haben. Da wirkt es nur grotesk, wenn lauter jubelnde Tibeter entlang der Laufstrecke aufgestellt werden, die noch dazu Hochrufe auf China anstimmen.

Aber den Führern in Peking geht es vor allem darum, dem Ausland ein makelloses Bild ihres Landes und der Olympischen Spiele zu vermitteln. Und es ist zu befürchten, dass große Teile der Welt der Magie der schönen Bilder erliegen werden.

Wie fragil die Lage in Tibet offensichtlich immer noch ist, zeigte die massive Präsenz nervöser Sicherheitskräfte. China hat sich einen Konfliktherd im eigenen Land geschaffen. Und es hat die Stirn, das Ausland dafür verantwortlich zu machen, dass es bei der Problemlösung bisher versagt hat.

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Jahrgang 1958, Redakteur in der Politik.

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