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Samstag, 18. Februar 2012
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Nach dem Erdbeben in Sichuan China lockert Ein-Kind-Politik

27.05.2008 ·  Unter den Erdbebenopfern in China sind zahlreiche Kinder. Ihr Verlust ist für die Eltern besonders schmerzlich, weil sie oftmals nur ein Kind haben. So schreibt es die sogenannte Ein-Kind-Politik der chinesischen Regierung für Stadtbewohner vor. Nun soll es für Eltern, die ein Kind verloren haben, erstmals Ausnahmen geben.

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Die chinesische Regierung hat angesichts der großen Zahl von Kindern, die durch das verheerende Erdbeben in der Provinz Sichuan ums Leben gekommen sind, eine Lockerung der Ein-Kind-Politik beschlossen.

Das berichtete die staatliche Zeitung „Chengdu Evening News“. Demnach sollen Familien, die ihr einziges Kind verloren haben, ein weiteres Kind bekommen dürfen.

Paare müssen Behörden um Erlaubnis fragen

Dies bedeute indes keine Veränderung der bestehenden Regeln, die Familien in der Stadt nur ein Kind und auf dem Land höchstens zwei erlauben, sondern eine Klarstellung. Familien, die nach dem Beben ein zweites Kind bekommen möchten, müssen nach Darstellung der Zeitung dafür aber zunächst bei den örtlichen Behörden eine Erlaubnis einholen.

Paare, die ein durch das Beben verwaistes Kind adoptieren, dürfen auch noch ein zweites eigenes bekommen. Eltern, die über 50 Jahre als sind und ihr Kind verloren haben, erhalten einen jährlichen Betrag von 600 Yuan (rund 54 Euro) als Zuschuss. Um das Bevölkerungswachstum in China zu aufzuhalten, hatte die Regierung vor fast 30 Jahren die Ein-Kind-Politik eingeführt.

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