22.05.2008 · Die Zahl der Toten hat sich auch zehn Tage nach der Erdbebenkatastrophe in Südwestchina weiter erhöht: Nun ist offiziell von 51.151 Toten die Rede. Die Zahl der Verletzten wird auf 288.000 Menschen beziffert. Etwa 30.000 Menschen gelten weiterhin als vermisst. Der olympische Fackellauf durch Sichuan wurde unterdessen verschoben.
Die Zahl der Toten im Erdbebengebiet in Südwestchina ist nach Angaben der amtlichen Nachrichtenagentur Xinhua auf 51.151 Menschen gestiegen. Die Zahl der Verletzten bezifferte Xinhua unter Berufung auf den chinesischen Staatsrat auf mehr als 288.000 Menschen. Etwa 30.000 Menschen gelten auch noch zehn Tage nach dem Erdbeben der Stärke 8 als vermisst.
Für die 5,2 Millionen Obdachlosen werden mehr als 3,3 Millionen Zelte oder Notunterkünfte benötigt. Peking bitte die Weltgemeinschaft um entsprechende Hilfe, sagte ein Sprecher des Außenministeriums in Peking. „Wir hoffen, dass die internationale Gemeinschaft Zelte zur Priorität ihrer Hilfe macht.“
Olympischer Fackellauf durch Erdbebenregion verschoben
Die weltweiten Spenden aus dem Ausland und aus China erreichten bis zum Donnerstag eine Höhe von 21,4 Milliarden Yuan (zwei Milliarden Euro), wie Xinhua weiter mitteilte. 1,9 Milliarden Yuan (173 Millionen Euro) seien bisher im Erdbebengebiet angekommen. Die chinesische Regierung in Peking habe rund 14 Milliarden Yuan (1,27 Milliarden Euro) für die Erdbebenhilfe bereitgestellt.
Unterdessen teilte das olympische Organisationskomitee in China mit, dass die Route des Olympischen Fackellaufes so geändert werde, dass die Flamme erst kurz vor Beginn der Sommerspiele durch die am stärksten vom Erdbeben betroffene Provinz Sichuan getragen wird. Das Feuer werde Sichuan am 3. August erreichen und dort drei Tage bleiben. Ursprünglich hätte die Fackel schon früher durch Sichuan getragen werden sollen. Man habe jedoch die Aufräumarbeiten nicht behindern wollen.