18.05.2008 · Wie der 14. Dalai Lama mit Dämonen, Denunzianten und deutschen Fans zurechtzukommen versucht, die ihn für einen Fitnesstrainer fürs Bewusstsein halten. Und warum er trotz der aussichtslosen Lage tapfer weiterlächelt.
Von Nils MinkmarRichtlinien für Lesermeinungen
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Komplexer und komplizierter Hintergrund
Zum komplexen Problem und Hintergrund Shugdens gibt es religionswissenschaftliche und seriöse Untersuchungen. Ein ausführlicher Artikel und einen knappen Hintergrund zu den Demos, die eine Neuauflage der Demos 1996-1998 der Neuen Kadampa Tradition sind, kann man hier finden: http://info-buddhismus.de/shugden.html http://info-buddhismus.de/index.html#WSS
http://www.gkpn.de/Trimondi_Buddhismus.pdf
Nach wochenlanger "Heiligsprechung" des Dl folgt nun die Entzauberung des DL. Immerhinque, wie der Kuechenlatiener zu sagen pflegt. Allerdings muss die Frage gestellt und eine Antwort gefordert werden, warum Diskutanten wie ich, die gegen das Heiligenbild des DL angeschrieben haben, als "hinrgewaschene Kommis" etc. verunglimpft wurden? Wieso erscheinen erst jetzt Artikel in Deutschen Zeitungen, die die Situation anhand von historischen/machtpolitischen Fakten schildern? Interessant fuer mich waere aus der Distanz eine soziologische Einordnung der DL-Begeisterten; vorsichtige Distanz klingt in dem Artikel hier schon an. Und bitte, liebe Westler, anerkennt, mit der Situation in Tibet ist niemand hier auf chinesischer Seite so recht zufrieden seit 1949, was die zum Teil heftigen Auseinandersetzungen ueber die die Tibetfrage in der Regierung und der Partei belegen. Kalter Krieg, unklare Beziehungen zur SU, Indien und der Versuch des Westens Partner im Kampf gegen China zu gewinnen haben die Entscheidungen beeinflusst, oft zum Nachteil der Interessen der tibetanischen Bevoelkerung. Wollt ihr helfen, den Vielvoelkerstaat China auf dem Weg zur Moderne, in eurem Verstaendnis zu unterstuetzen, oder verfolgt ihr weiter postimperialistische Interessen? Das ist die Frage.
Dalai Lama in Deutschland 2008
Ein interessanter Beitrag. Es ist sicher richtig, daß Tibet und seine Kultur nichts Oberflächliches sind zum schnellen Verdauen. Nein, der Buddhismus in Tibet ist weit bunter als in anderen Ländern und es gibt dort auch die Bön-Religion und die Schamanen. Also einige Themen mit viel Tiefgang wo man sein ganzes Leben mit Studium und Forschung zubringen könnte. Und seit 50 Jahren leben die Tibeter nun unter einer aufgezwungenen unterdrückerischen Fremdherrschaft. Politik und Bewahrung der einzigartigen Himalayakultur sind seitdem wichtige Aspekte, um dem Thema Tibet gerecht zu werden. Gerade 2008 muß es gelingen, den Tibetern Hoffnung zurückzugeben in ihrem Streben nach Freiheit. Ich wünsche dem Dalai Lama Kraft und genug Unterstützung, damit die tibetische Kultur in Tibet überlebt und die Menschen dort glücklich werden.