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Chinesen schauen auf Dresdner

05.08.2008 ·  Aber Verkauf der Bank nach China ist unwahrscheinlich

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che./bf. PEKING/FRANKFURT, 5. August. In Pekinger Bankenkreisen kursieren Gerüchte, die Chinesische Entwicklungsbank biete für die Dresdner Bank. So habe die China Development Bank (CDB) eine erste Unternehmensprüfung bei der Tochtergesellschaft der Allianz SE abgeschlossen. Nach einem Bericht der Nachrichtenagentur Bloomberg seien die Chinesen zunächst nur an Teilgeschäften der Dresdner interessiert gewesen. Aufgrund des "niedrigen Preises" dächten sie aber nun über den Kauf der gesamten Bank nach.

In deutschen Finanzkreisen wurden die Berichte aus China äußerst skeptisch aufgenommen. Richtig sei, dass es vor einiger Zeit - wie bereits vor Wochen kolportiert - Gespräche mit einem chinesischen Interessenten gegeben habe, und dass dieser Gesprächsfaden noch nicht abgerissen sei. Doch sei es wegen des zu erwartenden politischen Widerstands sehr unwahrscheinlich, dass sich Deutschlands führender Allfinanzkonzern Allianz dazu entschließe, das Traditionsunternehmen Dresdner Bank an eine chinesische Bank zu verkaufen. Abgesehen vom politischen Widerstand dürfte sich auch ein beträchtlicher Teil der deutschen Firmenkunden von der Dresdner Bank abwenden, sobald sie von Peking aus kontrolliert würde, heißt es in Finanzkreisen. Denn in Unternehmen, die Waren nach China liefern, von dort beziehen oder mit chinesischen Unternehmen konkurrieren, dürfte die Sorge aufkommen, dass der neue Eigentümer in Peking ihre internen Finanzkennziffern, Preiskalkulationen und Investitionspläne auswerte - und womöglich an andere chinesische Unternehmen weitergebe.

Den Finanzkreisen zufolge spricht die Allianz weiterhin mit der Commerzbank über eine Übernahme der Dresdner Bank. Als mögliche Interessenten an der Dresdner Bank werden immer wieder auch der spanische Banco Santander und die britische Bank Lloyds TSB genannt. Mit einem raschen Abschluss der Gespräche sei nicht zu rechnen, heißt es in den Kreisen.

Die CDB ist die größte der drei staatlichen Entwicklungsbanken der Volksrepublik China.Im vergangenen Jahr hat sie sich mit 3,1 Prozent an der britischen Bank Barclays beteiligt.

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