29.05.2008 · Kaum ein chinesisches Auslandsengagement ist so umstritten wie das in Afrika. Zur Sicherung seiner Rohstoffversorgung investiert Peking enorme Summen auf dem schwarzen Kontinent - und geht dabei nicht gerade zimperlich vor.
Von Thomas Scheen, JohannesburgRichtlinien für Lesermeinungen
Die FAZ.NET-Redaktion bietet allen registrierten und eingeloggten Nutzern die Möglichkeit, sich mit den aktuellen Beiträgen auf FAZ.NET konstruktiv und kritisch auseinanderzusetzen und eigene Leser-Kommentare zu veröffentlichen. Für jede Meinungsäußerung stehen 1000 Zeichen zur Verfügung. Voraussetzung für eine Veröffentlichung ist, dass die Verfasser und Verfasserinnen ihren wirklichen Namen nennen, d.h. in ihrer FAZ.NET-Registrierung den korrekten Vor- und Nachnamen eingetragen haben. Im Falle der Veröffentlichung des Leser-Kommentars weisen wir am Beitrag sowohl den Klarnamen als auch den Nickname des Lesers aus. Unter Pseudonym oder anonym verfasste Texte können nicht berücksichtigt werden.
Veröffentlicht werden nur Beiträge, die auf den jeweiligen Artikel und sein Thema seriös und sachbezogen eingehen. Links- und rechtsradikale, pornographische, rassistische, beleidigende, verleumderische sowie ruf- und geschäftsschädigende Inhalte können nicht berücksichtigt werden, ebenso wenig sachlich falsche oder in angemessener Zeit nicht nachprüfbare Behauptungen. Links sind in den Leser-Kommentaren von FAZ.NET nicht gestattet. Die Redaktion behält sich vor Leser-Kommentare zu kürzen oder zu modifizieren. Jeder verfasste Beitrag wird von der Redaktion geprüft und schnellstmöglich veröffentlicht, sofern er diesen Richtlinien für FAZ.NET-Lesermeinungen nicht zuwiderläuft. Nutzern, die wiederholt versuchen, den Richtlinien nicht entsprechende Beiträge zu veröffentlichen, kann die Registrierung entzogen werden.
Für veröffentlichte Meinungsbeiträge gewähren Sie uns das unentgeltliche, zeitlich und örtlich unbegrenzte und nicht ausschließliche Recht, diese Aussagen ganz oder teilweise zu nutzen, zu vervielfältigen, zu modifizieren, anzupassen, zu veröffentlichen, zu übersetzen, zu bearbeiten, zu verbreiten, aufzuführen und darzustellen, Dritten einfache Nutzungsrechte an diesen Aussagen einzuräumen sowie die Aussagen in andere Werke und/oder Medien zu übernehmen.
Wir möchten Sie ausdrücklich darauf hinweisen, dass der gesamte Auftritt von FAZ.NET von verschiedenen Suchmaschinen intensiv ausgewertet wird und die Inhalte dort auch gelistet werden. Das schließt die Leser-Kommentare automatisch ein, so dass diese auch über FAZ.NET hinaus im Internet jederzeit recherchierbar sind.
Die USA, Russland und einige europaeische Laender waren ( und sind ? ) bisher auch nicht zimperlich gewesen, wenn es um wirtschaftliche Interessen gegangen ist. Lateinamerikanische Bananerepubliken sind das beste Beipiel. China sichert sich als Nachzuegler in Afrika die Rohstoffbasis. Hier in Dubai wird kolportiert, dass chinesische Gerichte Verurteilten die Wahl zwischen x Jahren im Gefaengnis oder 2 Jahre Arbeitseinsatz fuer das Vaterland in Afrika lassen. Die Chinesen verrichten dort Arbeiten zu Bedingungen, wo selbst keine Afrikaner mehr zu finden sind. Ich kann nur noch den Kopf schuetteln, ueber die Bloedheit des Westens ( Regierungen und Firmen ). Nirgendwo sonst wird Lenins Weisheit " die Kapitalisten verkaufen uns noch den Strick, womit wir sie Aufhaengen werden " so deutlich wie im Verhaeltnis zu China. Airbus will Flugzeuge in China bauen lassen, prommt will China mit dem know-how eigene Jumbojets entwerfen und bauen. Noch ein Beispiel, die Transrapid Technologie ist schon dort. Die Russen liefern Waffen, die in China sofort nachgebaut werden ( Kalashnikows, MiG Flugzeuge ( J-9) ). Es spricht nichts dagegen den Chinesen was zu verkaufen, aber das know-how und die Forschung sollte hierbleiben.
Arroganter Westen steht auf dem Abstellgleis der Weltgeschichte
er merkt es nur nicht, das der Rest der Welt ihn überholt, während er von Menschenrechten parliert, statt Lebenshilfe zu geben. Der Westen verprasst seinen Reichtum, zum Beispiel durch die Bezahlung der hohen Rohstoffpreise oder das er seinen Nachwuchs vernachlässigt.
Thomas Scheen Jahrgang 1965, politischer Korrespondent für Afrika mit Sitz in Johannesburg.
Jüngste Beiträge