Home
http://www.faz.net/-gd1-10cib
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER
Aktuelle Nachrichten online - FAZ.NET

Wahlkampf in den Vereinigten Staaten Umfrage: McCain zieht deutlich an Obama vorbei

08.09.2008 ·  Über den bisher größten Vorsprung in einer Wahlumfrage kann John McCain sich nach seinem Nominierungsparteitag freuen. Vier Prozentpunkte liegt er vor seinem Konkurrenten Barack Obama. Das liegt wohl auch an seiner Vize-Kandidatin Sarah Palin, sagen Politikwissenschaftler.

Artikel Bilder (2) Video (2) Lesermeinungen (18)

Der republikanische Präsidentschaftskandidat John McCain hat durch den Nominierungsparteitag Rückenwind erhalten. Laut einer neuen Umfrage ist er an seinem demokratischen Rivalen Barack Obama vorbeigezogen. In einer am Montag veröffentlichten Erhebung des Gallup-Instituts kam McCain auf 50 Prozent, während Obama bei 46 Prozent lag.

Dies stelle den größten Vorsprung für die Republikaner seit Januar dar, berichtete die Zeitung USA Today. Noch vor wenigen Tagen hatten die beiden Bewerber gleichauf gelegen. Vor dem Parteitag der Republikaner in St. Paul hatte McCain in einer Umfrage gar sieben Prozentpunkte zurückgelegen.

Vize-Kandidatin Sarah Palin macht den Unterschied

Beobachter erklärten den großen Sprung unter anderem mit der überraschenden Nominierung der Gouverneurin von Alaska, Sarah Palin, als Vize-Kandidatin McCains. McCain hatte Rekordeinschaltquoten bei der Fernsehdirektübertragung seiner Rede erzielt. Experten wiesen jedoch daraufhin, dass Umfragen direkt nach den als große Medienveranstaltungen inszenierten Nominierungsparteitagen nicht sehr aussagekräftig sind.

„Der Parteitag der Republikaner war ein großer Erfolg“, sagte Politikwissenschaftler Larry Sabato von der Universität Virginia. Auch die Nominierung von Sarah Palin als Vizekandidatin habe einen „großen Unterschied“ gemacht. Laut der Gallup-Umfrage sagten 29 Prozent der Befragten, dass sie wegen Palin bei der Präsidentschaftswahl am 4. November nun eher für McCain stimmen würden. Dagegen wollten 21 Prozent wegen der erzkonservativen Gouverneurin von Alaska ihre Unterstützung für McCain überdenken.

Quelle: FAZ.NET mit Material von DPA, AFP
Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

  Weitersagen Kommentieren Merken Drucken
Weitersagen