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Vizepräsidentschaft McCain tritt mit Sarah Palin an

30.08.2008 ·  Der republikanische Präsidentschaftskandidat John McCain zieht mit einer Frau an seiner Seite ins Rennen ums Weiße Haus: Er benannte die Gouverneurin von Alaska, Sarah Palin, als seine Kandidatin für das Amt des Vizepräsidenten. Sie gilt als politische Reformerin, ist aber landesweit kaum bekannt.

Von Matthias Rüb, Washington
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Die Nummer Zwei war sie schon einmal: beim Schönheitswettbewerb „Miss Alaska“. Das war vor manchen Jahren, aber so lange ist es nun auch wieder nicht her, denn Sarah Palin ist nicht nur die derzeit populärste Gouverneurin, sondern mit gerade einmal 44 Jahren auch eine der jüngsten des Landes.

Sie ist in mancherlei Hinsicht eine sehr attraktive Vizepräsidentschaftskandidatin für den Republikaner John McCain. Zum ersten ist sie eine Frau, dazu eine fünffache Mutter - eines der Kinder wurde mit Downsyndrom geboren -, und sie könnte manche Stimme von enttäuschten Wählerinnen Hillary Clintons aus dem Vorwahlkampf der Demokraten ins Lager der Republikaner bringen. Zudem hat sie sich als Bürgermeisterin der Schlafstadt Wasilla nahe Anchorage - sie wurde im Alter von 32 Jahren in ihr erstes politisches Amt gewählt - einen Namen als effiziente Managerin gemacht, die sowohl die Interessen der Wirtschaft wie der Einwohner vertrat.

Von Wasilla aus trat sie vor gut zwei Jahren auf die nationale Bühne. Sie trat als populäre Außenseiterin gegen das Parteiestablisment der Republikaner in Gestalt des amtierenden Gouverneurs Frank Murkowski an - und besiegte ihn in den Vorwahlen überzeugend. Die eigentlichen Wahlen im November 2006 waren nur noch eine Formsache.

Als begeisterte Anglerin und Jägerin genießt Frau Palin mit Mann und Kindern die große Natur Alaskas und kämpft energisch für deren Schutz und Erhalt. Aber sie befürwortet zugleich die ökologisch verantwortliche Nutzung der reichen Bodenschätze Alaskas - zumal von Öl und Gas, auf welchen die Wirtschaft des kalten Bundesstaates im äußersten Westen in jeder Hinsicht fußt. Sie ist in ethischen und sozialen Fragen konservativ, ist gegen Abtreibung und die Homosexuellenehe, hat aber in einer ihrer ersten Amtshandlungen homosexuellen Paaren in Alaska mehr zivile Rechte gewährt.

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Jahrgang 1962, politischer Korrespondent für Nordamerika mit Sitz in Washington.

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