Home
http://www.faz.net/-gd1-10o8d
Mehr Angebote
| Abo|Hilfe
Sonntag, 19. Februar 2012
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER
Aktuelle Nachrichten online - FAZ.NET

Präsidentenwahl Republikaner Powell unterstützt Obama

20.10.2008 ·  Barack Obama bricht alle Rekorde: Mit inzwischen 605 Millionen Dollar Spendeneinnahmen hat er den Vorsprung auf seinen republikanischen Rivalen McCain weiter ausgebaut. Unterstützung erhält er nun von Bushs einstigem Außenminister Colin Powell.

Von Matthias Rüb, Washington
Artikel Bilder (7) Video Lesermeinungen (16)

Der frühere amerikanische Außenminister Colin Powell hat am Sonntag dem demokratischen Präsidentschaftskandidaten Barack Obama seine Unterstützung ausgesprochen. Der Vier-Sterne-General sagte im amerikanischen Fernsehen, Obama habe sowohl „Stil wie Substanz und Beständigkeit“ bewiesen.

Er sei ebenso wie der Republikaner John McCain geeignet, Oberbefehlshaber zu werden, habe aber zudem bessere Konzepte, um die gegenwärtigen Wirtschaftsprobleme in den Griff zu bekommen und das internationale Ansehen der Vereinigten Staaten zu verbessern. Powell, der nach Medienberichten in den kommenden Tagen auch Wahlkampf für Obama machen will, sagte auf Nachfrage, er bleibe Republikaner.

McCain nennt Obama sozialistisch

Unterdessen warf McCain Obama vor, mit seinen Plänen zur Steuerreform dem Vorbild sozialistischer Politiker in Europa nachzueifern. Gleich ihnen wolle Obama die Steuern für Reiche mit einem Jahreseinkommen von mehr als 250.000 Dollar erhöhen, um das Geld an Arme zu verteilen. Dies käme einer massiven Umverteilung des Wohlstands gleich und würde die Finanzämter in Sozialämter verwandeln.

„Die sozialistischen Politiker in Europa, die meinen Rivalen so bewundern, sind wenigstens ehrlich, was ihre Ziele angeht“, sagte McCain. Obama wies den Vorwurf zurück und warf seinerseits McCain vor, dieser habe „den mächtigsten Konzernen Amerikas Steuererleichterungen von mehr als 200 Milliarden Dollar gewährt“.

Unterdessen teilte das Wahlkampfteam Obamas mit, dass allein im September Spenden in Höhe von 150 Millionen Dollar für den demokratischen Präsidentschaftskandidaten eingegangen seien. Insgesamt hat Obama 605 Millionen Dollar an Spenden eingenommen und seinen finanziellen Vorsprung vor McCain weiter ausgebaut. Am Samstag sprach Obama vor bis zu 100.000 Zuhörern bei einer Wahlkampfveranstaltung.

Weitersagen Kommentieren Merken Drucken
Weitersagen