22.07.2008 · Der amerikanische Präsidentschaftsbewerber Barack Obama ist in Israel eingetroffen. Er sagte, dass er sich im Fall seiner Wahl aktiv für eine Friedenslösung zwischen Israel und den Palästinensern einsetzen wolle und sprach sich für eine Zwei-Staaten-Lösung aus.
Der amerikanische Präsidentschaftsbewerber Barack Obama ist am Dienstagabend zu einem Besuch in Israel eingetroffen. Zuvor war er im Rahmen seiner außenpolitischen Wahlkampfreise in Amman mit dem jordanischen König Abdullah II zusammengekommen. Der Monarch betonte die zentrale Bedeutung der Vereinigten Staaten bei den Bemühungen um eine Friedensregelung in Nahost, wie der Palast mitteilte.
„Die Fortsetzung der amerikanischen Unterstützung für den Nahost-Friedensprozess mit dem Ziel einer gerechten und umfassenden Friedensregelung, die von den künftigen Generationen verteidigt werden kann, wird dabei helfen, die arabisch-amerikanische Beziehungen sowie die Glaubwürdigkeit der Vereinigten Staaten in der Region zu verbessern“, erklärte der König.
Für Zwei-Staaten- Lösung ausgesprochen
Obama hatte zuvor vor Journalisten gesagt, er wolle sich im Fall seiner Wahl aktiv für eine Friedenslösung zwischen Israel und den Palästinensern einsetzen. Er sprach sich dabei für eine Zwei-Staaten- Lösung aus, erklärte jedoch, die unstete Situation der israelischen Regierung und die Kluft zwischen den palästinensischen Fraktionen halte beide Seite davon ab, die notwendigen Kompromisse zu schließen. Der demokratische Präsidentschaftsbewerber wollte am Mittwochmorgen zunächst mit israelischen Repräsentanten und dann mittags mit Palästinenserpräsident Mahmud Abbas zusammenkommen.
Rund um die Siegessäule werden die Straßen abgesperrt. Das sorgt für geteiltes Echo, nicht nur bei den Berlinern.
Ein Sprecher von Abbas sagte am Dienstag, man wolle Obama über die israelischen Siedlungsaktivitäten im Westjordanland informieren. Am Abend stehen eine Zusammenkunft mit dem israelischen Ministerpräsidenten Ehud Olmert sowie eine Besichtigung der Klagemauer in Jerusalems Altstadt auf seinem Programm.
24 Verletzte bei Amokfahrt
In Jerusalem hatte am Mittag ein Palästinenser in unmittelbarer Nähe des für den Senator reservierten Hotels bei einer Amokfahrt mindestens 24 Menschen verletzt.
Obamas Reise führt ihn am Donnerstag nach Deutschland, weitere Stationen sind Frankreich und Großbritannien. Mit den Besuchen möchte er sich im Rahmen des amerikanischen Wahlkampfs außenpolitisch profilieren. Zuvor hatte er bereits den Irak und Afghanistan besucht.