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McCains Rede in Auszügen „Wir schreiben Geschichte“

05.11.2008 ·  „Ich wünsche dem Mann, der einst mein Gegner war und bald mein Präsident sein wird, viel Glück auf seinem Weg.“ In seiner Rede nach der Wahlniederlage rief John McCain seine Anhänger auch dazu auf, immer an die Stärke ihres Landes zu glauben. McCains Rede in Auszügen.

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„Vielen Dank, liebe Freunde. Wir sind am Ende einer langen Reise angelangt. Das amerikanische Volk hat gesprochen, und es hat deutlich gesprochen.

Soeben hatte ich die Ehre, Senator Obama anzurufen und ihm zu gratulieren. Ich habe ihm dazu gratuliert, dass er der nächste Präsident des Landes sein wird, das wir beide so sehr lieben. Nach einem so langen und schwierigen Wettstreit wie diesem gebieten allein schon sein Erfolg, sein Können und seine Ausdauer meinen Respekt. Dass es ihm aber zugleich gelang, die Hoffnung von Millionen Amerikanern zu inspirieren, die zuvor fälschlicherweise gedacht hatten, dass ihr Leben nicht durch eine Wahl beeinflusst würde, und auch nicht dachten, dass sie selbst Einfluss auf den Ausgang einer Präsidentschaftswahl nehmen könnten, bewundere ich zutiefst.

„Besondere Bedeutung“ für viele Afroamerikaner

Dies ist eine historische Wahl, und ich verstehe, dass sie vor allem für viele Afroamerikaner eine ganz besondere Bedeutung hat und wie stolz sie an diesem Abend sein müssen.

Video: McCain gesteht Niederlage ein

Ich habe immer daran geglaubt, dass Amerika all jenen, die den nötigen Fleiß und den nötigen Willen haben, alle Chancen bietet, etwas zu schaffen. Senator Obama glaubt daran auch.

Uns beiden ist klar, dass allein die Erinnerung an die alten Zeiten die Kraft hat, die Menschen zu verletzen - obwohl wir die Zeit der Ungerechtigkeit lange hinter uns gelassen haben, die den Ruf unserer Nation nachhaltig beschädigt und einem Teil der Bevölkerung die vollen Rechte verwehrt hat, die die amerikanische Staatsbürgerschaft mit sich bringt.

Die großartigste Nation der Welt

Vor einem Jahrhundert sorgte die Einladung Theodore Roosevelts an Booler T. Washington zu einem Essen im Weißen Haus in vielen Stadtteilen für Empörung. Heute ist Amerika weit entfernt von der grausamen Bigotterie der damaligen Zeit. Dafür gibt es keinen besseren Beweis als die Wahl eines Afroamerikaners zum Präsidenten der Vereinigten Staaten.

Alle Amerikaner sollten es schätzen, Bürger dieser großen Nation zu sein, der großartigsten Nation auf der Welt.

Senator Obama hat etwas Großartiges erreicht - für sich persönlich und für dieses Land. Senator Obama und ich hatten unsere Differenzen - nun konnte er sich durchsetzen. Ohne Zweifel werden viele von diesen Meinungsverschiedenheiten auch in Zukunft bestehen bleiben.

„Ich verspreche, Obama zu unterstützen“

Dies sind schwierige Zeiten für unser Land. Ich verspreche ihm heute Abend, alles in meiner Macht Stehende zu tun, um ihn bei den zahlreichen Herausforderungen zu unterstützen.

Ich rufe alle Amerikaner, die mich unterstützt haben, dazu auf, sich mir anzuschließen: Nicht nur, indem sie Obama gratulieren, sondern indem wir alle unserem neuen Präsidenten mit Wohlwollen entgegentreten und uns aufrichtig bemühen, Wege zu finden, um zusammenzukommen und die nötigen Kompromisse zu finden, um unsere Differenzen zu überbrücken, unseren Wohlstand auszubauen, unsere Sicherheit in einer gefährlichen Welt zu verteidigen und unseren Kindern und Enkelkindern ein stärkeres, besseres Land zu hinterlassen, als wir es einst geerbt haben.

Was immer uns trennt, wir sind alle Amerikaner. Und Sie können mir glauben, dass mir keine Verbindung je mehr bedeutet hat als diese.

Amerikaner geben nie auf

Es ist ganz natürlich, dass wir heute Abend enttäuscht sind. Aber morgen müssen wir dies überwinden und zusammenarbeiten, um unser Land wieder in Gang zu bringen.

Am heutigen Abend spüre ich, mehr als jemals zuvor, nur die Liebe zu diesem Land und seinen Bürgern - egal ob sie mich unterstützt haben oder Senator Obama.

Ich wünsche dem Mann, der einst mein Gegner war und bald mein Präsident sein wird, viel Glück auf seinem Weg. Ich rufe alle Amerikaner dazu auf, wie ich es oft während meines Wahlkampfs getan habe, nicht wegen unserer gegenwärtigen Probleme zu verzweifeln, sondern immer an das Versprechen und die Größe Amerikas zu glauben, denn nichts ist hier unmöglich. Amerikaner geben nie auf, wir kapitulieren nicht.

Wir verstecken uns nicht vor der Geschichte, wir schreiben Geschichte.“

Auszüge aus der Rede John McCains in Phoenix, Arizona, in der Nacht zum Mittwoch

Quelle: F.A.Z.
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