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Kandidiert New Yorks Bürgermeister? Das könnte Bloombergs Stunde sein

07.01.2008 ·  Vor den zweiten Vorwahlen der Demokraten in New Hampshire sehen Umfragen Barack Obama deutlich vor Hillary Clinton. Bei den Republikanern ist das Rennen um die Präsidentschaftskandidatur offen. Die Gelegenheit für den Auftritt eines unabhängigen Kandidaten ist günstig.

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Die demokratische Favoritin Hillary Clinton ist in die Defensive geraten, und das Rennen bei den Republikanern ist offen. Das könnte die Gelegenheit für einen Politiker sein, der beiden amerikanischen Parteien verbunden war und jetzt als unabhängiger Kandidat in den Wahlkampf ums Präsidentenamt eingreifen könnte.

Im amerikanischen Bundesstaat Oklahoma ist für diesen Montag ein parteiübergreifendes Treffen geplant, das von vielen Beobachtern als weiterer Schritt für eine Präsidentschaftskandidatur des New Yorker Bürgermeisters Michael Bloomberg gesehen wird. Die sechzehn Teilnehmer, darunter viele ehemalige Senatoren, wollen Republikaner und Demokraten zu einem geschlossenen Vorgehen und weniger Parteipolitik auffordern. Das erklärten die führenden Organisatoren, die ehemaligen Senatoren David Boren und Sam Nunn. Der parteilose Bloomberg hat Spekulationen über eine eigene Kandidatur zurückgewiesen, mit landesweiten Auftritten aber wiederholt Spekulationen geschürt, er werde doch antreten.

Das Treffen ist an der Universität von Oklahoma geplant, deren Präsident Boren sich in der vergangenen Woche in der „New York Times“ für Bloomberg eingesetzt hatte. Der Milliardär Bloomberg gehörte jahrelang den Demokraten an. Um als Bürgermeister von New York zu kandidieren, wechselte er 2001 zu den Republikanern. Im Juni gab er dann jede Parteibindung auf.

Clinton hält Putin für seelenlos

Hillary Clinton hat unterdessen im Kampf um die Präsidentschaftskandidatur der amerikanischen Demokraten mit einer ungewöhnlichen Aussage über den russischen Präsidenten aufhorchen lassen. Putin als ehemaliger Agent des Geheimdienstes KGB habe „per Definition keine Seele“, sagte die ehemalige First Lady am Sonntag auf die Frage eines Wählers.

Ihre Bemerkung sorgte für Gelächter in die Menge, da sie offensichtlich auf eine Aussage von Präsident George W. Bush gemünzt war. Bush hatte beim ersten Treffen mit Putin als Präsident im Jahr 2001 erklärt, er habe einen Blick in Putins Seele erhaschen können.

Umfrage sieht Vorsprung für Obama

Die Vorwahlen in New Hampshire am Dienstag könnten bereits eine Vorentscheidung über den demokratischen Präsidentschaftskandidaten bringen. Barack Obama will den Schwung seines Sieges aus Iowa nutzen, Clinton dagegen muss die Scharte der Vorwahl auswetzen, wo sie noch hinter dem dritten demokratischen Kandidaten John Edwards gelandet war.

Eine Umfrage der Zeitung „USA Today“ und des Meinungsforschungsinstituts Gallup, die von Freitag bis Sonntag erhoben wurde, prognostizierte Obama mit 41 Prozent einen deutlichen Sieg vor Clinton (28 Prozent) und Edwards (19 Prozent). Eine CNN-WMUR-Umfrage fiel ähnlich aus: Danach führt Obama mit 39 zu 29 Prozent vor Clinton. Auf Edwards entfallen 16 Prozent.

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