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Kandidatenkür der Demokraten Wertloser Sieg für Clinton - Obama: Nominierung noch diese Woche

01.06.2008 ·  Viel ändern wird der erwartete Sieg wohl nicht: Hillary Clinton hat die Vorwahl der Demokraten in Puerto Rico erwartungsgemäß für sich entschieden. Ihr Kontrahent Barack Obama liegt aber in der Gunst der Delegierten weiter klar vorn und rechnet damit, noch in dieser Woche als Präsidentschaftskandidat nominiert zu werden.

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Hillary Clinton hat die Vorwahlen der amerikanischen Demokraten auf der Karibikinsel Puerto Rico klar gewonnen. Dies geht aus Prognosen des amerikanischen Nachrichtensenders CNN sowie Wählerbefragungen nach der Stimmabgabe hervor. Die frühere First-Lady liege „mit weitem Abstand“ vor ihrem Konkurrenten Barack Obama, berichtete der Sender kurz nach Schließung der Wahllokale auf der mit den Vereinigten Staaten assoziierten Insel.

Umfragen hatten zuvor 55 Prozent der Stimmen für Clinton vorausgesagt, für Obama dagegen lediglich 42 Prozent. Der Sieg Clintons war also erwartet worden und dürfte nach bisherigen Erkenntnissen sogar noch etwas höher ausfallen als vorhergesagt. Dennoch ist es nur ein Erfolg von symbolischer Bedeutung, da Obama selbst bei nur 35 Prozent der Stimmen mindestens 14 Delegierte für sich gewinnen würde. Damit würden ihm nur noch 50 Stimmen fehlen, die er voraussichtlich bei den letzten beiden Abstimmungen in den Bundesstaaten Montana und South Dakota, die Obama wohl für sich entscheiden wird, holen dürfte. Mit den Vorwahlen in den beiden Staaten an diesem Dienstag geht der rund fünfmonatigem Dauerwahlkampf zu Ende.

Clinton bei Zahl der Stimmen vorn

Wie CNN berichtete, könnte Clinton ihr Ziel erreichen, bei den gesamten Vorwahlen mehr Stimmen als Obama zu erzielen. Doch auch dies wäre ein Sieg ohne Wert. Denn Obama liegt bei der letztlich entscheidenden Zahl der Delegierten für den Nominierungsparteitag Ende August nach wie vor so gut wie uneinholbar vor.

Offiziell wird der Parteitag in Denver entscheiden, wer bei den Präsidentenwahl am 4. November gegen den designierten republikanischen Kandidaten John McCain antritt. Die Parteiführung der Demokraten dringt aber auf eine rasche Entscheidung. Es wird nicht ausgeschlossen, dass Clinton schon im Laufe dieser Woche das Handtuch wirft.

Obama: Nominierung noch in dieser Woche

Davon geht offenbar auch Clintons Kontrahent Obama aus. Er rechnet noch in dieser Woche „ganz fest“ mit seiner Nominierung zum Präsidentschaftskandidaten der Demokratischen Partei. Das erklärte am Sonntag sein Sprecher Robert Gibbs. Zuvor hatte die Parteiführung beschlossen, die umstrittenen Ergebnisse der bislang ausgeschlossenen Staaten Florida und Michigan nur zur Hälfte zu berücksichtigen - zum Leidwesen von Hillary Clinton (siehe dazu: Clintons Anhänger verzweifelt: „Zählt unsere Stimmen!“).

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