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Hessen in Amerika Optimismus in Ypsilanti

04.11.2008 ·  In Hessen haben vier Abweichler Andrea Ypsilanti wohl den Sieg gekostet. Trotz des schlechten Omens kann das Barack Obama in Ypsilanti, Michigan, kaum passieren. Die Kleinstadt bei Detroit wählt überwiegend demokratisch.

Von Matthias Roßbach
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Trotz hessischer Omen ist der Optimismus in Ypsilanti ungebrochen: „Wir sind ziemlich zuversichtlich, dass unsere Stadt heute Barack Obama unterstützt“, sagt Robert Johnson, als er am Morgen der Wahl um kurz vor sieben Uhr Ortszeit das Wahlkampfbüro für den großen Tag vorbereitet. Johnson ist Manager der Obama-Kampagne in Ypsilanti, einer Kleinstadt vor den Toren Detroits in Michigan. Ihren Namen verdankt die 22.000-Einwohner-Stadt Demetrius Ypsilanti, der im 19. Jahrhundert für die griechische Unabhängigkeit kämpfte. Der tapfere Hellene soll die Stadt Argos mit 300 Gefolgsleuten drei Tage lang gegen ein feindliches Heer von 30.000 Kämpfern verteidigt haben.

Einer solchen Übermacht sehen sich Robert Johnson und seine Mitstreiter nicht ausgesetzt. Im Gegenteil. Die Stadt Ypsilanti, die im 20. Jahrhundert stark von der Automobilindustrie geprägt worden war, wählt überwiegend demokratisch. Bei der Präsidentschaftswahl im Jahr 2004 votierten in allen Stimmbezirken der Stadt mehr als die Hälfte der Wähler für den Demokraten John Kerry. In einem Wahllokal erreichte er sogar 96 Prozent der Stimmen. Unbegründet ist Robert Johnsons Zuversicht also nicht. Vier Abweichler, da waren sich die Kampagnenführer sicher, würden nicht genügen, um Obama den Sieg noch zu nehmen - in Ypsilanti.

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