13.03.2008 · Die frühere Chefin des amerikanischen Computerkonzerns Hewlett-Packard gilt als eine der bekanntesten Führungspersonen in Amerika. Jetzt bekommt sie eine zentrale Position in der in der Präsidentschaftskampagne der Republikaner. Das schürt Spekulationen, wonach sie für das Amt der Vizepräsidentin unter McCain kanditieren könnte.
Von Roland LindnerSie hat sich einen Namen als eine der bekanntesten weiblichen Führungskräfte in Amerika gemacht, und nun will sie die politische Bühne erobern: Carly Fiorina, frühere Vorstandsvorsitzende des amerikanischen Computerkonzerns Hewlett-Packard, bekommt eine zentrale Position in der Präsidentschaftskampagne von John McCain, dem designierten Kandidaten der Republikanischen Partei.
Fiorina soll eine Gruppe führen, die Wahlkampfspenden für die Republikaner auftreibt. Daneben soll sie verstärkt öffentlich für die Kampagne in Erscheinung treten und für die Positionen von McCain werben. Die prominentere Rolle der 53 Jahre alten Fiorina schürt Spekulationen, wonach sie eine Kandidatin für das Amt der Vizepräsidentin unter McCain werden könnte. Fiorina hat eine turbulente Karriere bei Hewlett-Packard gemacht. Sie wurde 1999 zur ersten Frau an der Spitze eines Unternehmens aus dem Dow-Jones-Index. Kontrovers war ihre Übernahme des Wettbewerbers Compaq im Jahr 2002. Compaq wurde aber nicht zur erhofften Verstärkung für Hewlett-Packard, das Unternehmen enttäuschte die Finanzmärkte mit seinen Ergebnissen. Im Februar 2005 setzte der Verwaltungsrat Fiorina vor die Tür.
Fiorina steht traditionell den Republikanern nahe. Sie schloss sich nun der Präsidentschaftskampagne von McCain an und trat zu den Vorwahlen in Michigan und Florida für ihn auf. In ihrer neuen Aufgabe soll sie nun verstärkt einen Schwerpunkt auf wirtschaftliche Themen legen, die im Zuge der allgemeinen konjunkturellen Abschwächung in Amerika eine zunehmende Bedeutung im Wahlkampf haben könnten. Fiorina sagte: „Ich freue mich auf einen Dialog mit dem amerikanischen Volk darüber, warum John McCain ein großartiger Präsident wird.“
Carly Fiorina?
Herold Binsack (Devin08)
- 13.03.2008, 16:04 Uhr
Frauen in der Republikanischen Partei
Gerhard Dünnhaupt (dunnhaupt)
- 13.03.2008, 18:31 Uhr