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Wegen Beihilfe zum Missbrauch Ermittlungsverfahren gegen Erzbischof Zollitsch

02.06.2010 ·  Die Staatsanwaltschaft Freiburg hat gegen Erzbischof Robert Zollitsch ein Strafverfahren wegen Beihilfe zum Kindesmissbrauch eingeleitet. Der Geistliche wurde angezeigt, als Personalreferent 1987 die Anstellung eines Paters veranlasst zu haben, obwohl dieser sexuelle Übergriffe begangen habe.

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Gegen den Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz, Erzbischof Robert Zollitsch, wird wegen Beihilfe zum sexuellen Missbrauch von Kindern ermittelt. Die Staatsanwaltschaft in Freiburg bestätigte am Mittwoch entsprechende Berichte von ARD und „Südkurier“.

Grundlage des Ermittlungsverfahrens ist demnach eine Strafanzeige, die bei der Staatsanwaltschaft Freiburg eingegangen ist. Anzeigenerstatter ist ein mutmaßliches Opfer, das in den Sechziger Jahren von einem Pater im Kloster Birnau im Erzbistum Freiburg missbraucht worden sein soll. Zollitsch habe als damals zuständiger Personalreferent der Erzdiözese Freiburg im Jahr 1987 gleichwohl die erneute Anstellung des Paters in der Kirchengemeinde Birnau am Bodensee veranlasst.

Erzdiözese Freiburg weist Vorwürfe zurück

Das erzbischöfliche Ordinariat Freiburg wies die Vorwürfe gegenüber dem ARD-Magazin „Report Mainz“ als „sensationsheischend“ zurück. Außerdem sei dieser Missbrauchsfall der Erzdiözese Freiburg erst seit Ende 2006 bekannt gewesen. Der frühere Personalreferent Zollitsch habe also weder von den Vorwürfen aus den Sechziger Jahren, noch von einem erneuten Einsatz dieses Paters gewusst und einen solchen Einsatz schon gar nicht veranlasst.

Ermittlungsverfahren gegen Erzbischof Zollitsch

Nach Angaben der Staatsanwaltschaft Freiburg wurde das Verfahren zwischenzeitlich an die Staatsanwaltschaft Konstanz weitergeleitet. Nach Recherchen von „Report Mainz“ wird dort bereits seit längerem gegen den beschuldigten Pater ermittelt.

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