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Strafanzeige gegen Gott Klageerwiderung vom Allmächtigen

21.09.2007 ·  Das Schreiben sei plötzlich auf seinem Schreibtisch gewesen, unterzeichnet mit „Gott“: Ein Justizangestellter in Omaha bestätigt den Eingang der Klageerwiderung Gottes. Ein Senator hatte den Allmächtigen verklagt, er lastet ihm „Tod, Zerstörung und Terror“ an.

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Nach der Strafanzeige gegen Gott im amerikanischen Bundesstaat Nebraska ist beim zuständigen Bezirksgericht eine Erwiderung eingegangen. Das mit „Gott“ unterzeichnete Schreiben sei plötzlich auf seinem Schreibtisch gewesen, sagte am Donnerstag der Justizangestellte John Friend vom Bezirksgericht in Omaha.

Kläger in dem eigenwilligen Verfahren ist Senator Ernie Chambers vom Parlament in Nebraska. Er beschuldigt Gott, für terroristische Drohungen verantwortlich zu sein, Angst zu verbreiten und „unter Abermillionen von Erdbewohnern Tod, Zerstörung und Terror“ verbreitet zu haben. Gott habe Wirbelstürme, Überschwemmungen und Tornados verursacht, erklärte der bekennende Agnostiker - diese Menschen lassen es im Unterschied zu Atheisten offen, ob es Gott gibt oder nicht.

Gott erwidert die Klage

Als Ziel der Klage gab Chambers eine Einstweilige Verfügung gegen Gott an. In der dem Gericht jetzt vorliegenden Erwiderung wird geltend gemacht, dass der Beklagte Immunität gegenüber der irdischen Gerichtsbarkeit genieße. Auch wird die Zuständigkeit des Bezirksgerichts bestritten. Doch wenn man Gott für Unterdrückung und Leid verantwortlich mache, werde ein wichtiger Gesichtspunkt missachtet: „Ich habe Mann und Frau mit freiem Willen geschaffen, und neben dem Versprechen eines unsterblichen Lebens ist der freie Wille mein größtes Geschenk für euch.“

In dem Schreiben werde der Erzengel Michael als Zeuge angeführt, erklärte der Justizangestellte Friend. Neben dem Dokument von unbekannter Herkunft wurde die Akte in dem Fall um eine weitere Erwiderung bereichert, die eine Kanzlei in Texas als Absender angibt. Die Gerichtsbarkeit kann nun ihren Gang gehen. Chambers betonte, er nehme die Strafanzeige ernst, wolle damit aber auch die abstrusen Seiten der amerikanischen Justiz sichtbar machen, in der jeder jeden verklagen könne.

Quelle: FAZ.NET mit Material von AP
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