18.11.2006 · Bundespräsident Horst Köhler hat Papst Benedikt XVI. bei seiner Antrittsvisite im Vatikan zu einem offiziellen Deutschlandbesuch eingeladen. „Der Heilige Vater hat sich über die Einladung gefreut, und das hat mich wiederum gefreut“, berichtete Köhler.
Bundespräsident Horst Köhler hat Papst Benedikt XVI. bei seiner „Antrittsvisite“ im Vatikan zu einem offiziellen Deutschlandbesuch eingeladen. „Der Heilige Vater hat sich über die Einladung gefreut, und das hat mich wiederum gefreut“, berichtete Köhler nach einem gut halbstündigem Gespräch mit dem Kirchenoberhaupt am Samstag in Rom.
Über einen Termin habe man jedoch nicht gesprochen, fügte Köhler hinzu. Ein weiteres Thema sei der Dialog mit dem Islam gewesen. Es war der erste Besuch Köhlers beim Papst seit dessen Amtsantritt im April 2005.
Glaubwürdigkeit im Dialog mit dem Islam
Benedikt war bereits im Sommer vergangenen Jahres beim Weltjugendtag in Köln und im September zu einem Besuch in seiner bayerischen Heimat. Ein offizieller Deutschlandbesuch steht allerdings aus. Mit Blick auf einen möglichen Termin meinte Köhler, man wolle Benedikt „nicht drängen“, man wolle über einen „angemessenen Termin“ nachdenken.
Zum Thema Islam meinte Köhler, für die westlichen Gesellschaften gelte es durch einen echten Dialog „Glaubwürdigkeit zu gewinnen“. Der jüngste Brief namhafter islamischer Geistlicher an den Papst gebe Anlaß zur Hoffnung. Am Abend wollten der Papst und Köhler ein Konzert des Philharmonischen Quartetts Berlin im Vatikan anhören. Der Bundespräsident hatte Benedikt das Konzert zum „Geschenk“ gemacht, als der Papst im August 2005 zum Weltjugendtag in Köln war.