19.11.2010 · Papst Benedikt XVI. kommt 2011 zu einem ersten offiziellen Staatsbesuch nach Deutschland. Bundespräsident Wulff und die Deutsche Bischofskonferenz bestätigten, dass Benedikt im September Berlin sowie das Erzbistum Freiburg besuchen werde. Auch eine Zwischenstation im Bistum Erfurt sei geplant.
Die Deutsche Bischofskonferenz hat den für September 2011 geplanten Besuch von Papst Benedikt XVI. in Berlin, Freiburg und Erfurt bestätigt. „Ich freue mich, dass der Heilige Vater die Einladungen von Bundespräsident Christian Wulff und unserer Bischofskonferenz angenommen hat“, erklärte der Vorsitzende der Bischofskonferenz, Erzbischof Robert Zollitsch, am Freitag in Bonn. „Der Besuch des Heiligen Vaters in Deutschland wird ein bedeutender Moment im Leben unseres Landes und im Leben unserer Kirche sein.“ Die Details über die Reise sollten noch vor Weihnachten bekannt gegeben werden.
Bundespräsident Wulff sagte: „Es ist mir und sehr vielen Menschen in unserem Land eine ganz besondere Freude und Ehre, den Heiligen Vater im 60. Jahr seiner Priesterweihe in seinem Heimatland begrüßen zu dürfen.“
Bisher nur private Besuche
Freiburg ist Sitz des Erzbistums, das Robert Zollitsch leitet, der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz ist. Das Bistum Erfurt hatte sich auch während der DDR-Zeit seine tief katholische Prägung bewahrt, hieß es in der Mitteilung der Deutschen Bischofskonferenz. Dort liegt auch ein Teil der historischen Landschaft Eichsfeld, das aufgrund seiner Lage auch nach der Reformation fast ausschließlich katholisch blieb. Ein Berlin-Besuch des Heiligen Vaters war bereits seit längerem erwartet worden. Bundespräsident Christian Wulff sagte am Freitag in Berlin, er habe mit großer Freude die Nachricht erhalten, dass der Papst seine Einladung angenommen habe.
Es handelt sich um den ersten offiziellen Staatsbesuch des katholischen Kirchenoberhaupts in seiner Heimat. Seine beiden bisherigen Deutschland-Reisen - im Jahr 2005 nach Köln zum Weltjugendtag und 2006 in seine Heimat Bayern - hatte Benedikt ausdrücklich als pastoral beziehungsweise privat deklariert.