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3:2 nach Verlängerung Urlaubsreife Spanier schlagen Südafrika

28.06.2009 ·  Dank Alonsos Tor in der Verlängerung setzte sich Europameister Spanien im kleinen Finale des Confederations Cup mit 3:2 gegen Südafrika durch. Bis zur 88. Minute hatte der Gastgeber geführt, dann begannen fünf verrückte Fußball-Minuten.

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Xabi Alonso hat Europameister Spanien in einem originellen Fußballspiel gegen Südafrika den dritten Rang beim Konföderationen-Pokal beschert. Der Mittelfeldspieler vom englischen Rekordmeister FC Liverpool traf in der 107. Minute per Freistoß zum 3:2 (2:2, 0:0) nach Verlängerung. „Wir sind mit diesem Turnier nicht ganz zufrieden. Wir wollten ins Finale kommen. In der Verlängerung haben wir Glück gehabt“, erklärte der Matchwinner. In der regulären Spielzeit hatten die eingewechselten Katlego Mphela (73./90.+3) für Südafrika und Spaniens Daniel Guiza (88./89.) mit ihren Doppelschlägen für ein Wechselbad der Gefühle im mit rund 30.000 Zuschauern gefüllten Royal-Bafokeng-Stadion gesorgt.

Rund 70 Minuten plätscherte das kleine Finale mit wenigen Torchancen dahin. Beide Mannschaften wollten bis in die Schlussphase das Spiel kontrollieren. Südafrikas Schlussmann Itumeleng Khune parierte Schüsse von David Villa (5.), Albert Riera (62.) und Santi Cazorla (64.). Siphiwe Tshabalala bereitete auf der Gegenseite Spaniens Torhüter Iker Casillas mit einem 18-Meter-Schuss die meisten Probleme (32.). Zu Beginn der zweiten Halbzeit wurde Sergio Busquets von Schiedsrichter Matthew Breeze (Australien) ein reguläres Tor zu unrecht wegen Abseits abgepfiffen.

Mit den Jokern kam die Stimmung

Erst mit den Jokern Mphela und Guiza nahm die Partie noch einen spektakulären Verlauf. Nach Flanke von Siphiwie Tshabalala konnte zunächst Mphela freistehend aus kurzer Distanz Casillas überwinden. Dann wendete Guiza mit einem platzierten Flachschuss und einem sehenswerten Heber ins lange Eck die Partie innerhalb von Sekunden. „Bafana Bafana“ lag am Boden, aber in der dritten Minute der Nachspielzeit „hämmerte“ Mphela einen Freistoß aus 25 Metern ins obere Toreck.

In der Verlängerung wäre dem 24-Jährigen fast Treffer Nummer drei geglückt, aber Casillas konnte ebenso abwehren (99.) wie beim Schuss von Bernard Parker (102.). Dann aber war es Xabi Alonso, der mit einem Freistoß vom Strafraumeck die Entscheidung erzwang. „Bafana Bafana spielte sehr gut. Das letzte Tor der Spanier war unglaublich, aber so ist Fußball. Es war eine gute Vorstellung von uns“, sagte Südafrikas brasilianischer Trainer Joel Santana.

Versöhnlicher Abschluss für Spanien

Der dritte Platz ist ein versöhnlicher Abschluss für Spanien. Das Team von Nationaltrainer Vicente del Bosque hatte im Halbfinale überraschend 0:2 gegen die Vereinigten Staaten verloren, womit die Weltrekordserie der Iberer nun bei 35. Spielen in Folge ohne Niederlage und 15 Siegen nacheinander steht. (siehe: Confed Cup: Entwicklungsland stoppt Weltrekordteam). Für Platz drei kassierten die Spanier ein Preisgeld von 1,9 Millionen Euro.

Die Südafrikaner waren in der Vorschlussrunde noch unglücklicher durch das Tor von Brasiliens Daniel Alves zwei Minuten vor dem Ende mit 0:1 gescheitert (siehe: 1:0 gegen Südafrika: Alves schießt Brasilien ins Confed-Cup-Finale). Die auch im kleinen Finale zwei Stunden Paroli bietende „Bafana Bafana“ durfte den vierten Rang beim Testturnier ein Jahr vor der Heim-WM als Achtungserfolg verbuchen. Sie wurden mit 1,6 Millionen Euro durch den Weltverband Fifa entlohnt.

Spiel um Platz drei in Rustenburg

Spanien - Südafrika 3:2 (2:2, 0:0) n.V.
Spanien: Casillas - Arbeloa, Albiol, Pique, Capdevila - Cazorla, Xabi Alonso, Riera, Busquets (81. Llorente) - Villa (57. Silva), Torres (57. Guiza). - Trainer: Del Bosque
Südafrika: Khune - Masilela, Mokoena, Booth, Gaxa - Modise (69. Van Heerden), Sibaya, Dikgacoi, Pienaar (64. Mphela) - Tshabalala (84. Mhlongo), Parker. - Trainer: Santana
Schiedsrichter: Matthew Breeze (Australien)
Zuschauer: 30.000
Tore: 0:1 Mphela (73.), 1:1 Guiza (88.), 2:1 Guiza (89.), 2:2 Mphela (90+3.), 3:2 Xabi Alonso (107.)
Gelbe Karten: Busquets, Pique, Albiol, Llorente - Pienaar, Mphela, Masilela

Quelle: FAZ.NET mit dpa/sid
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