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Ölpest im Golf von Mexiko Erstes von drei Lecks abgedichtet

05.05.2010 ·  Fortschritt im Kampf gegen die Ölpest im Golf von Mexiko: Dem britischen Ölkonzern BP ist es am Mittwoch gelungen, eines der drei Lecks zu schließen, aus denen Öl ins Wasser sprudelt. Es ist die kleinste der undichten Stellen in 1500 Meerestiefe.

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Den Ingenieuren des Ölkonzerns British Petroleum (BP) ist es gelungen, das erste von drei Lecks am Grund der zerstörten Bohrinsel im Golf von Mexiko abzudichten. Wie der Sender CNN berichtete, handelt es sich um die kleinste der undichten Stellen in 1500 Meerestiefe. Die Menge des auslaufenden Rohöls - täglich 795.000 Liter - verringert sich damit noch nicht, der Schritt sei aber eine wichtige Voraussetzung dafür, die Ölquelle mit einer Kuppel abzudecken.

Die bisherigen Versuche, den Ölteppich an der Meeresoberfläche mit Schwimmbarrieren einzudämmen, wurden unterdessen von einer Wetterberuhigung unterstützt. Wind und hoher Wellengang ließen am Dienstag nach, sodass mehr Ölsperren ausgelegt werden konnten. Die Leiter des Bergungseinsatzes erwägen daher auch wieder, das an der Wasseroberfläche treibende Öl abzufackeln.

Öl soll mit Chemikalien bekämpft werden

Nach ersten positiven Ergebnissen werden auch Tests vorangetrieben, um das auslaufende Öl chemisch zu bekämpfen. Eine Lösung aus mehreren Chemikalien werde dazu am Meeresboden in die Ölquelle gedrückt, um einen Zersetzungsprozess auszulösen. So soll verhindert werden, dass das Öl die Küsten verschmutzt und zahllose Tiere tötet.

Während die amerikanische Küstenwacht von vielversprechenden Tests sprach, warnte die Meeresschutzbehörde NOAA, dass es bislang kaum Erfahrungen mit der eingesetzten Lösung gebe. „Die Analysen werden fortgesetzt, aber zurzeit gibt es noch keine einhellige Meinung“, sagte der wissenschaftliche Koordinator der NOAA, Charlie Henry. Die Lösung wird mit Geschirrspülmittel verglichen. Die genaue Zusammensetzung wird jedoch als Betriebsgeheimnis des Herstellers Nalco betrachtet und ist daher nicht bekannt.

Bisher sind täglich schätzungsweise mindestens 700 Tonnen Rohöl ins Wasser ausgetreten, seit die Plattform „Deepwater Horizon“ vor knapp zwei Wochen gesunken ist.

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