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Ölpest im Golf von Mexiko BP will Kosten der Katastrophe übernehmen

03.05.2010 ·  Angesichts der Ölpest im Golf von Mexiko hat der Energiekonzern BP die Übernahme der Kosten in Verbindung mit dem Unfall angekündigt. BP will „alle nötigen und angemessenen Kosten für die Reinigung“ übernehmen.

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Angesichts der Ölpest im Golf von Mexiko hat der Energiekonzern BP die Übernahme der Kosten in Verbindung mit dem Unfall angekündigt. BP werde „alle nötigen und angemessenen Kosten für die Reinigung“ übernehmen, heißt es in einer Mitteilung auf einer eigens eingerichteten Internetseite. Der Konzern, der die am 20. April explodierte Bohrinsel „Deepwater Horizon“ betrieb, hatte das Ausmaß der Katastrophe anfangs offenbar völlig unterschätzt. Aus einer Risikoanalyse des Konzerns geht hervor, dass das Unternehmen die Möglichkeit eines Unglücks mit verheerenden Wirkungen heruntergespielt habe. In der 52 Seiten umfassenden Einschätzung heißt es, ein Unfall mit ernsten Umweltgefahren sei unwahrscheinlich oder nahezu unmöglich.

Unterdessen breiten sich die Ölmassen durch die gesunkene Bohrplattform im Golf von Mexiko immer weiter aus. Der amerikanische Präsident Barack Obama hat vor einer nie dagewesenen Umweltkatastrophe gewarnt. Obama besuchte am Sonntag den Süden des Küstenstaates Louisiana und verschaffte sich mit einem Hubschrauberflug über das Küstengebiet einen Überblick. Es könnten nach seinen Worten noch einige Tage vergehen, bis das Ölleck am Meeresboden geschlossen werden könnte. Wegen starken Windes konnte Obama am Sonntag mit dem Hubschrauber allerdings nicht über Ölteppich fliegen, der sich immer weiter ausbreitet.

Fischfangverbot in Kraft

Obama versprach der Bevölkerung, seine Regierung werde alles nötige tun, um die Krise zu bekämpfen. Erneut kritisierte er auch BP. Das Unternehmen sei für das Leck verantwortlich. Aus der Quelle schießen jeden Tag noch etwa 800.000 Liter Öl. Der Ölteppich umfasst inzwischen knapp 10.000 Quadratkilometer. Sollte das Leck nicht gestoppt werden, könnte die Verschmutzung in mehreren Wochen noch schlimmer als bei der Havarie des Tankers „Exxon Valdez“ 1989 in Alaska sein.

Wegen der gewaltigen Ölmengen erließ die amerikanische Meeresschutzbehörde NOAA für weite Teile der von der Umweltkatastrophe bedrohten Küste ein Fischfangverbot. Es gilt für kommerziellen Fischfang und für Hobbyangler und bleibt mindestens zehn Tage lang in Kraft, wie die NOAA am Sonntag mitteilte. Betroffen sind die Küstengewässer vom Mississippi-Delta in Louisiana bis zur Bucht von Pensacola in Florida.

BP will das Bohrloch mit einer riesigen Absaugglocke abdecken und damit das Öl nach oben pumpen. Dies könnte in sechs bis acht Tagen geschehen, erklärte der BP-Vorstandsvorsitzende Lamar McKay am Sonntag. Zudem sollen riesige Betoncontainer eingesetzt werden, um das Öl an der Quelle aufzufangen und abzuschöpfen. Beide Methoden sind bislang aber nur in flacheren Gewässern erprobt worden.

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