Home
http://www.faz.net/-gck-6kcj5
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER
Aktuelle Nachrichten online - FAZ.NET

Eine Reise in die Ölkatastrophe Im Sperrgebiet

24.08.2010 ·  Seit einem Monat ist das Bohrloch im Golf von Mexiko verschlossen. Die Regierung sagt, die Katastrophe sei gebannt. Aber das Öl ist nicht verschwunden. Es ist nur nicht mehr zu sehen. Eine Reise ins Delta des Mississippi.

Von Jordan Mejias
Artikel Bilder (5) Lesermeinungen (0)

Alle fahren hier Polaris Ranger Jeeps, auf das Notwendigste abgespeckte Durchrüttelmaschinen, und in einem solchen war auch ich an den sonst menschenleeren Strand gebracht worden. Ganz nach Plan. Aber mulmig wurde mir dann doch, als plötzlich ein zweiter Jeep auftauchte, und noch mulmiger, als zwei Militärs aus ihm sprangen, in Uniformen, mit identischen actionfilmtauglichen Sonnenbrillen, tadellos gewienerten Schnürstiefeln und Kappen, auf denen steht: U.S. Coast Guard.

Wir befinden uns im Sperrgebiet am Golf von Mexiko, aber wir haben uns nicht gesetzeswidrig eingeschmuggelt. Mit Forrest Travirca III am Steuer, mit seinem Sohn Forrest Travirca IV als Beifahrer und mit mir zwischen den beiden robusten Gestalten hatten wir die Polizeisperre in den Marschen passiert. Wisner Beach ist derzeit für die Öffentlichkeit, ob sie nun fischen oder schwimmen oder die Vögel beobachten will, nur per Fernseher zu erreichen. Genau hier hat sich Präsident Obama vor die Fernsehkameras gestellt, um der Nation seine Besorgnis über die Ölpest zu signalisieren, und Tony Hayward, der BP-Chef, um ein weiteres Mal sein abenteuerliches Ungeschick im Umgang mit der Katastrophe unter Beweis zu stellen, und Bobby Jindal, der Gouverneur des Bundesstaats Louisiana, um zu zeigen, dass auch er den Ernst der Lage einzuschätzen weiß.

Im Gegensatz zu ihnen ist der ältere Forrest am Wisner Beach jeden Tag anzutreffen. „King of the Spill“ nennen sie ihn, aber den beiden jungen Soldaten von der Küstenwache ist das nicht bekannt. Sie sind neu im Einsatz. Also muss er ihnen erklären, was er tut und worauf er jetzt besonders achtet. Im Auftrag einer Stiftung, der Wisner Donation, deren Landbesitz sich über vierzehn Kilometer Küstenlinie und um die hundertfünfzig Quadratkilometer dahinter erstreckt, sieht er nach dem Rechten. Was zurzeit bedeutet, dass er der Stiftungsleitung in New Orleans vor allem über die Auswirkungen der Ölpest am Strand berichten muss und vom Einsatz von Hunderten von Arbeitern, die ihn säubern. Forrest Travirca kennt die Gegend wie kein anderer.

Eine bessere muss Abstimmung her

Als die Küstenwächter merken, wen sie vor sich haben, überlassen sie das Reden höflich dem kleinen, kräftigen Mann mit dem sonnengegerbten Gesicht und enormen Brustumfang. Baron Rickenbaker zückt gar einen Notizblock, um sich aufzuschreiben, dass es mit den Aufräumarbeiten so nicht weitergehen kann, dass endlich zwischen Polizei, Ortsverwaltung und Küstenschutz eine bessere Abstimmung her muss, dass die eine Behörde zu wissen hat, was die andere tut, und dass überhaupt erst eine richtige Kommandostruktur aufgebaut werden muss. Bei der nächsten Generalbesprechung, versichert Rickenbaker sichtbar beeindruckt, wird Forrest Travirca ganz bestimmt zu Wort kommen.

Aber zuvor wird er jetzt mir vor Augen führen, wie und wo das Öl seine Spuren im Sand hinterlässt. Die brennende Sonne, der dampfende Waschlappen, in den sich die Luft verwandelt hat, und die gefräßigen Moskitos sind für Forrest Travirca keine Hindernisse, um ausführlich ins Erzählen zu kommen. „Hell, no!“ ruft er aus, als ich ihn frage, ob sich die Lage denn in den letzten Tagen nicht merklich aufgehellt habe und das Öl, wie es die Schlagzeilen immer wieder wollten, in der Sommerhitze verdampfe, sich auflöse und zersetze, kurz, schon zum Großteil verschwunden sei, schneller als je erwartet und erhofft.

Cathy Norman, die Leiterin der Edward Wisner Donation, hatte mir am frühen Morgen versprochen, von Forrest Travirca könne ich alles über den Golf und das Unglück, das über ihn mit der Ölflut gekommen war, erfahren. In ihrer Stadtvilla, in der nahe der Tulane University die Südstaatenpracht eines versunkenen Jahrhunderts fortlebt, schlug sie Atlanten und Geschichtsbücher auf, um mich über Edward Wisner aufzuklären. Einen Farmer, der Anfang des 19. Jahrhunderts aus Michigan gen Süden zog und dort riesige Gebiete ankaufte, die niemand wollte. Sein Plan, Marschland an der Spitze des Mississippideltas in fruchtbaren Ackerboden zu verwandeln, schlug zwar fehl, aber die Erträge seines beträchtlichen Erbes, das in die Wisner Donation einfloss, kommen nun der Stadt New Orleans ebenso zugute wie Krankenhäusern, Universitäten und der Heilsarmee.

Kampf gegen Wilderer

Zwei Autostunden südlich von New Orleans, wo nicht nur Holzhütten auf Stelzen stehen, sondern auch Straßen, wo Wasserflächen die Zuckerrohrfelder ablösen und nur noch Mangroveninseln auf den Wellen schaukeln, wo über Kojoten, Bisamratten, Wasserschildkröten und Alligatoren nur noch Bohrtürme in den Himmel ragen, ist die Natur mit der Ölindustrie ein seltsames Bündnis eingegangen. Fischer und Ölbohrer gehen nebeneinander und manchmal miteinander ihrer Arbeit nach, und den Naturschutz mit der Ölförderung versöhnen, das will auch die Wisner Donation. Auf ihrem Gebiet am äußersten Landzipfel, den der Mississippi in den Golf gespült hat, befindet sich einer der Stützpunkte, von dem aus die Firma Chevron ihre Bohrinseln im Golf versorgt. Bohrtürme, die aufs Meer hinausgeschleppt werden, und Versorgungsschiffe, die kaum weniger imposant als Öltanker durch die Kanäle und Bayous gleiten, bilden in Port Fourchon eine Kulisse, die über den bügelbrettflachen Marschen eine unwirkliche Version der Wirklichkeit in die flirrende Hitze stemmt.

Auf dem Weg dorthin erzählt Cathy Norman von dem Kampf, den sie gegen Wilderer führen muss, die sich auf dem Stiftungsland herumtreiben, gegen die Wochenendfischer, die sich unerlaubt eine Hütte bauen, die Camper, die Lagerfeuer über Ölpipelines entfachen, und all die anderen Eindringlinge, die den Strand als Autorennbahn und Campingplatz benutzen. Und jetzt die Ölpest. Sie erzählt von der Ratlosigkeit unter denen, die sie bekämpfen sollen, den gegensätzlichen Signalen, wie sie auch die Wisner Donation erreichen. Ist es eine Jahrhundertkatastrophe? Oder ein Zwischenfall, der bald vergessen sein wird?

Der Sturm war zu schwach

Cathy Norman ist eine energische Frau, die herzhaft lachen kann, auch wenn sie gleich danach etwas Verzweifeltes sagt: „Wer hat denn nun eigentlich das Sagen?“ Sie kann nur Konfusion erkennen. Dass der Präsident, dass der Gouverneur, dass der BP-Boss sich am Wisner Beach vor die Kamera stellten, hat sie erst aus dem Fernseher erfahren. Überrascht hat es sie nicht, denn inzwischen war sie daran gewöhnt, dass sie von den offiziellen Stellen in der Regel nicht oder schlecht über die Vorgänge am Strand unterrichtet wird. Heute zum Beispiel ist die Säuberung völlig eingestellt. Das liegt an einem minderen Sturm, der in den letzten Tagen über den Golf gefegt ist. Die schweren Bagger und Bulldozer sind auf geschützte Wege abgezogen worden, die Arbeiter in ihren Zelten geblieben.

Der Sturm war zu schwach, um neues Öl an den Strand zu treiben. Auf den ersten Blick sieht er darum nur schmutzig aus. Wisner Beach, noch vor der Horizontlinie von Bohrplattformen umsäumt, war nie ein strahlend weißes Zuckersandparadies. Aber jetzt wird der Strand vom Öl gleichsam gebrandmarkt, mag er auch keine dramatischen Bilder mit dicken Klumpen und Ölschlick und verendeten Vögeln bieten. Forrest Travirca kann genau aufzeigen, was Hurrikane der letzten Wochen hinterlassen haben. Die dunkle Verfärbung? Das war Alex. Die Sand- und Teerklümpchen, die wie Rinderkot aussehen? Bonnie. Wir fahren an Sandstreifen vorbei, die neuerdings schimmern. Forrest führt das auf die Dispersion zurück, mit der BP den dicken Ölteppich chemisch aufgelöst hat. Diese Vermischungen seien allerdings schwerer zu entfernen als die massiven Teerklumpen.

Das Öl kam aus der Tiefe des Meeres

Noch schlimmer ist jedoch, was nicht zu sehen ist. Mit gelben Bändern versehene Stäbe deuten an, wo ölige Sandschichten verborgen sind. Auf weite Strecken hin ist die Katastrophe unsichtbar, und darin liegt vielleicht ihre größte Gefahr, keineswegs nur am Strand. Unbehagen bereitet das versteckte Öl auch Michael Hirshfield, dem Biologen und Zoologen, der als Chefwissenschaftler der internationalen Meeresschutzorganisation Oceana irgendwo draußen im Golf unterwegs ist. Von seinem Schiff aus mailt er am nächsten Tag: „Wir haben es ja nicht mit einem ,spill' zu tun. Das Öl floss nicht wie bei einem Tankerunglück aus, es kam aus der Tiefe des Meeres. Darum ist das meiste Öl unter Wasser geblieben und hat die Strände und Marschen nicht erreicht.“ Umso mehr sei alles gefährdet, was in der Tiefe des Ozeans wächst und lebt.

Wer aber wird heutzutage eine Katastrophe ohne spektakuläre Bilder, ein Unglück im Verborgenen, noch ernst nehmen? Auch die neuesten Daten sind eher angetan, viele Befürchtungen über das Ausmaß der Ölpest einzudämmen. Nach Berechnungen der National Oceanic and Atmospheric Administration, der zuständigen Regierungsbehörde, soll von den 4,9 Millionen Barrel Öl, die aus dem Bohrloch ins Meer gesprudelt sind, ein Viertel aufgefangen worden und ein zweites Viertel an der Meeresoberfläche verdampft sein. Vierundzwanzig Prozent seien nun chemisch aufgelöst, und diese Dispersion habe obendrein zur Folge, dass die winzigen Öltröpfchen von Bakterien zersetzt würden. Alles in allem sei der Golf also nur noch mit sechsundzwanzig Prozent des Öls belastet.

„Wir wissen einfach noch viel zu wenig“

Für Hirshfield ist das ein schwacher Trost. Selbst aufgelöst sei das Öl noch im Meer, nur eben nicht mehr sichtbar an der Oberfläche. Er schätzt, dass mehr als die Hälfte in tieferen Meeresschichten verblieben ist. Dies würde um ein Vielfaches die Ölmenge übertreffen, die der Öltanker Exxon Valdez 1989 an der Küste von Alaska hinterließ. Der Golf, so Hirshfield, werde sich auch nach einem Jahr sicher nicht erholt haben, wie viele Jahre er dazu brauche, könne niemand abschätzen. John Amos, von Haus aus Geologe und Gründer der Umweltorganisation SkyTruth, kommt zu einem ähnlichen Ergebnis. „Wir wissen einfach noch viel zu wenig“, erklärt er in einem langen Telefongespräch. Über Ölförderungsmethoden sei endlos nachgedacht und geforscht worden, über mögliche Unfallfolgen so gut wie gar nicht.

Amos will die freundlichen Daten der Regierungsbehörde nicht anzweifeln, gibt aber zu bedenken, dass angesichts der überschaubaren Prozentangaben leicht die ungeheuerlichen tatsächlichen Mengen an Öl, die da im Spiel sind, in Vergessenheit geraten könnten. Er macht sich große Sorgen über das Öl, das inzwischen von neu angespültem Sand verdeckt wird. Dort sei es nämlich vor der Biodegradation, auf die alle hoffen, geschützt. Auch dass über den Austritt der Naturgase, die unweigerlich die gesamte Ozeanchemie durcheinanderbringen müssten, keinerlei Angaben gemacht werden, gefällt ihm nicht. Und die Wunderzentrifugen, die der Filmstar Kevin Costner anbietet, um mit ihnen das Öl vom Wasser zu trennen? „Da ist schon etwas dran“, versichert Amos, aber die Maschinen von Costners Firma Ocean Therapy Solutions seien nicht besonders effizient. Sie saugten neben dem Öl auch viel Wasser an und spielten daher im weitläufigen Meeressäuberungsdrama bloß eine winzige Rolle.

Der Strand bietet jeden Tag einen neuen Anblick

Forrest Travirca darf sich in seiner Skepsis gegenüber der Dispersion, mit der BP so viel Aufhebens machte, von den beiden Wissenschaftlern bestätigt sehen. Er hat Tag für Tag vor Augen, wie gerade die kaum sichtbar ölverschmutzten Sandschichten am schwersten zu entsorgen sind. Dabei wacht eine Bundesbehörde, die dem Arbeitsministerium unterstehende Occupational Safety and Health Administration, streng darüber, dass in der sengenden Sonne nur zwanzig Minuten lang gearbeitet und danach eine Pause von vierzig Minuten eingelegt wird. Einen Marathonarbeiter wie Forrest Travirca bringt das fast zur Weißglut.

Wie Cathy Norman und Forrest Travirca aber fürchten die Wissenschaftler am meisten, dass Regierung und Öffentlichkeit über der scheinbar so vorteilhaften Entwicklung die überaus reale Notlage verdrängen, sich abwenden und die Menschen an der Golfküste mit der Katastrophe alleinlassen. „Hell, no!“, sagt Forrest Travirca. „Ich glaube nicht, dass hier alles richtig gemacht wird.“ Wenn es nach ihm ginge, würden die offensichtlich verschmutzten Strandpartien zuerst gesäubert, die verdeckten später. Sollte eigentlich jedem klar sein. Ist es aber nicht. Ob es an mangelhaften Säuberungsarbeiten liegt, dass der Strand hier verdreckt, dort einigermaßen sauber ist, weiß der Himmel. Auch wenn kein echter Hurrikan das Meer aufwühlt, sorgen doch Gewitter, Sturmböen und regelmäßige Regengüsse für einen sich unaufhörlich wandelnden Strand. Jeden Tag bietet er den Reinigungskolonnen einen neuen Anblick und damit neue Probleme.

Eine Phalanx von mächtigen, mit Sand gefüllten Drahtcontainern, die sonst in Afghanistan und im Irak Schutz vor Straßenbomben bieten, hat sich bewährt und das Öl nicht in die Marschen schwappen lassen. Als weniger wirksam erwies sich eine Plastikbarrikade, hinter der Forrest Travirca jetzt braune Ölspuren zeigt. Wieder und wieder stoßen wir auf wollknäuelartige Gebilde, die das Öl aufsaugen sollen, aber ihrerseits den Strand verunreinigen. Nach seiner Reinigung wird die Reinigung der Reinigungsanlagen und -mittel sich gewiss über Wochen und Monate hinziehen müssen. „Wir befinden uns immer noch im Belagerungszustand“, sagt Cathy Norman.

Viele unbeantwortete Fragen

Al Gore, der Umweltprophet, hatte der Katastrophe zugetraut, bei seinen Landsleuten, Weltrekordlern im Energieverbrauch, ein Umdenken zu bewirken. Am Golf zumindest ist das jedoch pure Ketzerei. Die Fischer haben durchs Öl ihre angestammte Arbeit verloren, werden nun, in Diensten von BP, derart vorteilhaft entlohnt, dass zu ihrem Leidwesen auch Kollegen aus den Nachbarstaaten samt ihren Booten angerückt sind. Hoffen sie, dass bald alles wieder gut wird, oder fürchten sie es? Das Leben an der Katastrophenküste dreht sich nun um das Geld aus der BP-Kasse. Am Highway nach Port Fourchon stehen Tafeln, auf denen Rechtsanwälte anbieten, Ölschäden in fette Dollarsummen umzuwandeln. Auch die Wisner Donation verhandelt mit BP über einen finanziellen Ausgleich.

Unterdessen springt Präsident Obama samt Frau und Tochter in den Golf und isst Shrimps. Er will vorführen, dass niemand mehr etwas zu fürchten hat. Die Ölpest ist gebannt. Aber wenn das so ist, warum soll dann noch der Katastrophenmodus gelten? Warum noch Forderungen stellen, wenn das Öl sozusagen von selbst verschwindet? Das sind unbeantwortbare Fragen, aber schon wer in New Orleans und Umgebung eine Speisekarte in die Hand nimmt, kommt um eine Antwort nicht herum. John Amos, der Wissenschaftler, will lieber nicht sagen, ob er Fisch und Meeresfrüchte aus dem Golf essen würde. Allein, um den Fischern nicht zu schaden. Forrest Travirca druckst nach dieser Frage lange herum. Er erklärt, das Leben am Golf werde von der Fischerei bestimmt. Die Fische aus den Flussläufen seien in Ordnung. Der Golf aber sollte noch nicht zum Fischen freigegeben werden.

Trotzdem denkt er nicht daran, die Ölindustrie zu verteufeln. Ein Leben ohne Öl kann er sich weder am Golf von Mexiko noch in Louisiana oder den ganzen Vereinigten Staaten vorstellen. Das widerspräche seiner lokalpatriotischen Überzeugung. Er würde sich vielmehr freuen, wenn die Leute im Land und in der Welt begriffen, welchen Preis Louisiana zu zahlen bereit sei, um die Ölnachfrage zu befriedigen. Mehr Respekt und mehr Gebete für die Ölarbeiter wünscht sich der Mann, der sich von Berufs wegen um die Natur zu kümmern hat. Cathy Norman hatte auf der Fahrt schon von Morgan City erzählt, einer nahen Ortschaft, die jedes Jahr zum Louisiana Shrimp and Petroleum Festival einlädt. Fischerei und Ölgewinnung liegen hier nicht im Clinch. Nicht wenige Bewohner pendeln zwischen den beiden Branchen und Arbeitsplätzen. Al Gores Hoffnung, dass die Ölpest die Nation aufrüttelt und zur Umkehr zwingt, findet am Golf kein Echo. Nach wie vor ist Öl der Stoff, aus dem die Zukunft ist. Für Forrest Travirca gehören sie zusammen, das Öl und die Fische, die Natur und die Industrie. Auch wenn es im Augenblick anders aussieht.

  Weitersagen Kommentieren Merken Drucken
Weitersagen

Jahrgang 1949, Feuilletonkorrespondent in New York.

Jüngste Beiträge